Asean-Gipfel in Thailand: 15 Staaten unterzeichnen Freihandelsabkommen
Baku, 5. November, AZERTAC
Auf dem Asean-Gipfel in Thailand haben sich 15 von 16 verhandelnden Staaten darauf geeinigt, ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Der sogenannte RCEP-Vertrag soll laut einer gemeinsamen Erklärung im kommenden Jahr geschlossen werden. RCEP steht für Regionale Umfassende Wirtschaftliche Partnerschaft.
Das 16. Land, Indien, habe sich wegen erheblicher Differenzen noch nicht dazu bereit erklärt, hieß es in der Abschlusserklärung des Treffens der Asean-Staats- und Regierungschefs. "Indiens endgültige Entscheidung hängt von der zufriedenstellenden Lösung dieser Probleme ab", hieß es darin. Die anderen 15 Staaten würden weiter mit Indien verhandeln.
Indische Medien berichteten, die Regierung sei besorgt, dass durch das Abkommen viele Produkte aus China in das Land gelangen könnten. Vor allem für China als zweitgrößte Volkswirtschaft wäre der Freihandelspakt ein großer Erfolg.
Freihandelzone würde ein Drittel des Welthandels abdecken - Der Freihandelspakt unter der Führung von China würde ein Drittel des Welthandels einschließen. Neben China wollen auch Japan, Indien, Südkorea, Australien, Neuseeland sowie die zehn Länder der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Vietnam, Myanmar, Brunei, Laos, Kambodscha und Singapur teilnehmen.
Die RCEP-Gespräche hatten durch den Handelsstreit zwischen den USA und China neuen Schwung bekommen, zumal US-Präsident Donald Trump kurz nach seinem Amtsantritt auch das bereits fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) aufgekündigt hatte.
Wann genau das Abkommen im kommenden Jahr unterzeichnet werden soll, ist jedoch noch unklar. Der Abschluss war eigentlich bereits für dieses Jahr geplant.