Chef von BHP Billiton tritt zurück
Baku, den 20. Februar (AZERTAG). Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton hat im zweiten Halbjahr 2012 seinen Gewinn mehr als halbiert. Zwar verdiente das britisch-australische Unternehmen immer noch mehrere Milliarden Dollar - dennoch tauscht es nun den Mann an der Spitze aus.
Die Tatsache seines Rückzugs stand schon länger fest, nun ist auch der Zeitpunkt bekannt: Marius Kloppers wird im Mai sein Amt an der Spitze von BHP Billiton zur Verfügung stellen. Das verkündete der 50-jährige Chef des größten Bergbaukonzerns der Welt am Mittwoch in Sydney. Nachfolger werde der 56-jährige Andrew Mackenzie, bislang Chef der Nichtedelmetall-Sparte. Kloppers führt den Konzern seit sechs Jahren.
Kloppers nutzte für die Ankündigung die Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Halbjahr 2012. Die Gewinne des Unternehmens brachen demnach um 58 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar ein. Im vorherigen Vergleichszeitraum hatte er noch bei 9,9 Milliarden Dollar gelegen.
Grund dafür sind die gefallenen Preise für Rohstoffe, insbesondere für Eisenerz. BHP Billiton erhält also nicht mehr so viel Geld für seine Ware. Zudem belasten der schwächere Kurs des Dollar sowie höhere Kosten das Ergebnis. An den neuen Chef Mackenzie richten sich daher Erwartungen, die Kosten in den Griff zu bekommen. Abschreibungen in Höhe von drei Milliarden Dollar auf Aluminium- und Nickel-Aktivitäten konnten durch Gewinne aus Anteilsverkäufen wie beispielsweise das Diamantengeschäft nicht kompensiert werden.
Immerhin befindet sich BHP Billiton in einer weit besseren Lage als Konkurrent Rio Tinto , der in der vergangenen Woche den ersten Jahresverlust in der Unternehmensgeschichte bekanntgeben musste. Wegen gigantischer Abschreibungen machte die weltweite Nummer drei der Branche einen Verlust von drei Milliarden Dollar.