Chinas Exporte wachsen nur minimal
Baku, den 10. August (AZERTAG). „Das sieht ziemlich übel aus“, kommentiert ein Analyst Chinas neue Exportzahlen. Die Ausfuhren legten kaum zu, dafür wächst die Angst vor einer Konjunkturflaute. Die Börsen reagieren mit sinkenden Kursen.
Überraschend schwache Exportzahlen aus China haben am Freitag für Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt. Im Juli führte das Land nach amtlichen Angaben lediglich ein Prozent mehr aus als ein Jahr zuvor. Im Juni hatte das Plus noch bei elf Prozent gelegen, für diesen Monat hatten Experten ein Wachstum von bis zu neun Prozent vorhergesagt. Die Importe legten um 4,7 Prozent zu, im Vormonat waren es 6,3 Prozent. Als Gründe für den Einbruch gelten die Schuldenkrise in Europa und die Konjunkturflaute in den USA.
An den Börsen in Asien und Europa sorgten die Zahlen für Kursverluste - schließlich sind sie ein weiterer Hinweis auf das Abflauen der chinesischen Wirtschaft. Der Dax verlor knapp 0,5 Prozent auf 6931 Punkte. In Tokio sank der 225 Werte umfassende Nikkei -Index 1,0 Prozent auf 8891 Punkte. Trotz des Rückgangs verbuchte das Barometer jedoch den größten Wochenanstieg seit Februar. Der breiter gefasste Topix -Index gab 0,7 Prozent auf 746 Punkte nach. Spekulationen auf Unterstützung von den Notenbanken hatten in dieser Woche an den Aktienmärkten weltweit für Aufwind gesorgt.
„Das sieht ziemlich übel aus“, resümierte Ken Peng von BNP Paribas Peregrine in Peking. Larry Jiang von Guotai Junan International Securities pflichtete dem bei: „Die schwer enttäuschenden Handelsdaten könnten bedeuten, dass China in weitaus größeren Schwierigkeiten steckt als bislang gedacht.“ Am Donnerstag waren bereits schwache Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion in China bekannt geworden.