Chávez verkündet Erfolg seiner Krebsbehandlung
Baku, den 12. Mai (AZERTAG). Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist nach einer Krebsbehandlung auf Kuba wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Noch am Flughafen betonte er, die Strahlentherapie sei erfolgreich gewesen - und er stehe bald wieder „in der ersten Schlachtreihe“.
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez will keine Zweifel an seiner Gesundheit, seiner Stärke und seinem Siegeswillen für die anstehende Wahl aufkommen lassen: Nach einer Krebsbehandlung auf Kuba ist der 57-Jährige nun in seine Heimat zurückgekehrt - und setzte sich noch bei seiner Ankunft medienwirksam in Szene.
Aufnahmen des Staatsfernsehens zeigten, wie sich der Staatschef am Freitag nach seiner Ankunft auf dem Flughafen von Caracas angeregt mit seinem Vizepräsidenten und anderen Getreuen unterhielt. Ein roter Teppich war ausgelegt, Dutzende Soldaten säumten diesen - und Chávez verkündete den Erfolg seiner Strahlentherapie: „Wir haben die medizinische Behandlung erfolgreich abgeschlossen.“
Natürlich müsse er in den nächsten Tagen noch sehr streng die Anweisungen der Ärzte befolgen, um weiter zu genesen. Aber: „Jenseits kleinerer Unannehmlichkeiten, die bei dieser Art der Behandlung absolut normal sind, ist nichts aufgetreten, was uns dazu zwang, die Behandlung zu stoppen, zu unterbrechen oder zu ändern“, sagte der Staatschef im Hinblick auf Gerüchte, es habe Komplikationen gegeben.
Chávez war am 30. April für eine Strahlentherapie nach Kuba gereist. Nach einer Krebsbehandlung Mitte 2011 hatte er zunächst erklärt, er sei geheilt. Im März war ihm aber ein weiteres Krebsgeschwür im Beckenentfernt worden.
Am 7. Oktober will sich Chávez in Venezuelawieder zur Wahl stellen. Seine Krankheit hat allerdings die Frage aufgeworfen, ob er überhaupt einen Wahlkampf führen kann. Die Behandlungen haben den Präsidenten gezwungen, sein Arbeitspensum zu reduzieren, und hindern ihn an einem aktiven Wahlkampf. Der Oppositionskandidat Henrique Capriles hingegen reist munter durch das Land und wirbt um Stimmen.
„Ich bin sicher, dass ich mit Gottes Hilfe, medizinischem Wissen und dem mich umgebenden Körper eines Soldaten wieder dahin zurückkehre, wo ich hingehöre: in die erste Schlachtreihe“, sagte der Politiker nun. Er beschuldigte seine politischen Gegner, mit einer internationalen Kampagne Zweifel an seinem Demokratieverständnis schüren zu wollen. Außerdem bezichtigte er Oppositionsgruppen, vor der Wahl einen gewaltsamen politischen Umsturz zu planen. Er nannte jedoch keine Details oder bestimmte Gruppierungen.