Europäischer Gerichtshof kann bald Frage von Schahbaz Guliyev und Dilgam Asgarov verhandeln
Baku, 31. Januar, AZERTAC
Der Europäische Gerichtshof kann bald die Frage der aserbaidschanischen Staatsbürger Schahbaz Guliyev und Dilgam Asgarov, die sich seit mehr als fünf Jahren in armenischer Gefangenschaft befinden, verhandeln.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte führte bereits mehrere Austausche von Schriften über Schahbaz Guliyev und Dilgam Asgarov durch. Diese Frage soll in naher Zukunft vor Gericht behandelt werden.
Das erklärte Anar Bagirov, Vorsitzender des Präsidiums der Anwaltskammer gegenüber AZERTAC.
Er sagte zudem, dass alle Parteien - sowohl die aserbaidschanische Regierung, als auch die armenische Regierung, die die Geiseln bisher illegal hält, ihre Stellungnahmen dem Gericht vorlegen werden. Wir glauben, dass diese Frage so schnell wie möglich gelöst wird, und dieser Ungerechtigkeit, Gesetzlosigkeit, unmenschlichen Handlung, Folterung, dem Verstoß gegen internationales Recht ein Ende gesetzt wird, so A. Bagirov.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass die aserbaidschanischen Staatsbürger Dilgam Asgarov und Schahbaz Guliyev sich bisher in der armenischen Gefangenschaft befinden und unter verschiedenen Krankheiten und Folterungen leiden.
Sie wurden am 11. Juli 2014 in der Nähe des armenisch okkupierten aserbaidschanischen Rayons Kalbajar als Geiseln genommen, als sie die Gräber von ihren Verwandten besuchten. Sie vertreten Hunderttausende von Mitgliedern der aserbaidschanischen Gemeinde, die infolge des armenisch-aserbaidschanischen Berg-Karabach-Konfliktes aus Berg-Karabach und den umliegenden sieben Bezirken vertrieben wurden, und seit mehr als 30 Jahren ihre Heimat und die Gräber ihrer Familienmitglieder und Verwandten nicht besuchen dürfen. Die aserbaidschanische Seite ist darum zutiefst besorgt, dass alle Aufforderungen zu ihrer Freilassung bisher nicht berücksichtigt sind.
Dilgam Asgarov und Schahbaz Guliyev wurden vom sogenannten international nicht anerkannten " Marionettenregime" in Berg-Karabach gerichtlich belangt. Auf Beschluss dieses "Gerichts" vom 29. Dezember 2014 wurde Dilgam Asgarov zu einer lebenslangen Haft und Schahbaz Guliyev zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt.