Formel 1 denkt über weitere Regeländerung nach
Baku, 23. Juli, AZERTAC
Den zehn (ab 2026 elf) Formel-1-Teams steht abermals eine Regeländerung ins Haus. Diese wurde am Dienstag auf einer Sitzung der verantwortlichen Kommission diskutiert und soll für mehr Ruhe hinter den Kulissen sorgen.
Die Formel 1 denkt darüber nach, die bisher kaum vorhandene Hürde für das Einreichen von Protesten, Beschwerden und technischen Reviews zu erhöhen. Das bestätigte ein Sprecher, nachdem sich die verantwortliche Kommission am Dienstag in London zu einem Meeting traf.
Es sei diskutiert worden, ob die Teams künftig eine Gebühr für das Einreichen einer Beschwerde oder aber die Einleitung einer Untersuchung entrichten müssen, erklärte ein FIA-Sprecher. Zahlen müssen die Teams schon jetzt dafür, allerdings lediglich eine Summe zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Dieser Betrag soll nun signifikant erhöht werden.
Formel 1 will Protestwelle einbremsen - Hintergrund ist die immer größer werdende Welle von Protesten, die in dieser Saison vor allem McLaren betrafen. Immer wieder reichten gegnerische Teams Beschwerden ein, damit sich die FIA den MCL39 genauer anschaut. Anhand der Untersuchungsergebnisse hofften sie so, hinter das Reifen-Geheimnis des Teams zu kommen.
Auch nach dem Sieg von George Russell in Kanada ging eine Beschwerde bei der FIA ein. Der Rennsieg des Mercedes-Fahrers war entsprechend nur ein vorläufiger. Erst vor wenigen Tagen kam die F1 zu dem Ergebnis, dass der Brite nichts falsch gemacht habe und seinen Sieg behalten dürfe. Mit derartigen Hängepartien soll nun Schluss sein.
+Red Bull ist "Beschwerde-Meister" der Formel 1 - Als unumstrittener "Beschwerde-Meister" der Formel 1 gilt schon seit Jahren Red Bull Racing, das immer wieder versucht, die Konkurrenz durch diese Störfeuer zu beeinträchtigen und Unruhe zu stiften.
McLaren-Teamchef Zak Brown hatte sich darüber vor wenigen Wochen vehement beschwert und eine Erhöhung der Gebühren gefordert. Zudem regte er an, dass die Gebühr vom festgelegten Gesamtbudget abgezogen werden sollte, um die Teams vor unnötigen Anfragen und Beschwerden abzuschrecken.