HP erwartet unter neuer Chefin Umsatzrückgänge
Baku, den 4. Oktober (AZERTAG). Der Umbau des US-Computerkonzern Hewlett-Packard dauert länger als erwartet. Der Konzern senkt seine Gewinnprognose für 2013 und baut Personal ab. Die Aktie sackt auf ein Neun-Jahres-Tief.
Der angeschlagene US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) kommt auch unter Firmenchefin Meg Whitman bislang nicht auf die Beine. Der Konzern blieb mit seiner Gewinnprognose für 2013 deutlich hinter den Erwartungen zurück und sagte zudem für fast alle Sparten Umsatzrückgänge voraus.
Whitman machte für die Entwicklung auch die vielen Wechsel im HP-Vorstand in der Vergangenheit verantwortlich - darunter auch den des Deutschen Leo Apotheker, der HP vor Whitman elf Monate lang führte.
HP-Aktien verloren 13 Prozent, fielen auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren und zogen auch die Papiere von Rivalen wie Dell mit nach unten.
Die Geschäftsbedingungen blieben auch im kommenden Jahr schwierig, erklärte HP. Als Gewinnerwartung für 2013 nannte HP pro Aktie eine Spanne zwischen 3,40 bis 3,60 Dollar.
3,5 Milliarden Personalkosten sollen gespart werden- Analysten waren bislang im Schnitt von 4,18 Dollar ausgegangen. Für das laufende Jahr hatte HP seine Prognose im August wegen des schwierigen Marktumfelds bereits leicht gesenkt.
Die Mitteilungen zeigen, dass Whitmans Maßnahmen bei HP nur langsam greifen und dass angesichts der globalen Abkühlung der Konjunktur die Technologie-Ausgaben weltweit sinken.
HP hatte erst vor wenigen Wochen mitgeteilt, in den kommenden zwei Jahren 29.000 Stellen zu streichen.
Forschung und Entwicklung werden vorangetrieben-Der Abbau soll durch Entlassungen und Vorruhestandsangebote erreicht werden. Letztlich sollen durch die Kürzungen jährlich bis zu 3,5 Milliarden Dollar an Personalkosten gespart werden. Hewlett Packard beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter.
Das gesparte Geld will Whitman, die HP nun seit rund einem Jahr führt, in Forschung und Entwicklung stecken, um den Rückstand bei den Kernprodukten Drucker und PCs aufzuholen.
Zudem nimmt der Konzern einen zweiten Anlauf, ins lukrative Geschäft mit Tablets vorzustoßen. Whitman kündigte am Mittwoch an, erst 2014 sei damit zu rechnen, dass sich die Investitionen langsam auszahlten.