Premierminister Aserbaidschans und Russlands treffen sich in Baku
Baku, 18. November, AZERTAC
Am Donnerstag, dem 17. November fand in Baku ein Treffen zwischen dem Premierminister der Republik Aserbaidschan Ali Asadov und dem zu einem Besuch in AserbIdschan weilenden Premierminister der Russischen Föderation Michail Mischustin statt.
Die Premierminister trafen zuerst zu einem Vieraugengespräch zusammen. Dann setzte sich das Treffen in einem erweiterten Format in Anwesenheit von Delegationen beider Länder fort.
Die Seiten äußerten sich bei dem Treffen zufrieden über die Entwicklung der aserbaidschanischen-russischen Beziehungen in verschiedenen Bereichen.
Die Unterzeichnung einer Reihe von bilateralen Dokumente im Anschluss an das Treffen wurde als logisches Ergebnis einer aktiven und effektiven Arbeit angesehen. Die Seiten zeigten sich zuversichtlch, dass diese Dokumente neue Möglichkeiten für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Verkehr und Gesundheit eröffnen werden.
Besonders hervorgehoben wurde die erfolgreiche Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der gegenseitige Handel in den zehn Monaten dieses Jahres um fast 20 Prozent gestiegen ist und sich auf etwa 3 Milliarden Dollar belief.
Die Bedeutung des weiteren Ausbaus der Zusammenarbeit im Investitionsbereich wurde betont. In diesem Zusammenhang wurde die aktive Rolle der Aserbaidschanisch-Russischen und Russisch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsräte bei der Aufnahme direkter Kontakte und der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Geschäftskreisen besonders hervorgehoben.
Zudem wurde betont, dass das Gesamtvolumen des Frachttransports zwischen Aserbaidschan und Russland seit Anfang des laufenden Jahres um fast 22 Prozent gestiegen ist.
Man sprach einen erheblichen Anstieg des Transitverkehrs russischer Waren durch durch Aserbaidschan führende Transportkorridore an, der von Januar bis Oktober 2022 98 Prozent betrug.
Die Seiten waren damit einig, dass der internationale Nord-Süd-Verkehrskorridor von vorrangiger Bedeutung ist, und äußerten sich zufrieden über die koordinierten Aktivitäten der beiden Länder zur Entwicklung dieses Korridors.
Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der neuen Kooperationsmöglichkeiten, die sich in der Region nach der Befreiung der aserbaidschanischen Gebiete von der Besatzung ergeben haben. Die Bedeutung des Zangazur-Korridors wurde angesprochen.
Man bezeichnete den Industriesektor als Schlüsselbereich der bilateralen Beziehungen. Hervorgehoben wurde die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Projekte in Aserbaidschan, darunter die Produktion und Zusammenbau von Lastkraftwagen, Nutzfahrzeugen und die Produktion von Arzneimitteln.
Man wies darauf hin, dass sich die Zusammenarbeit im Öl- und Gassektor positiv entwickelt, die Aussichten für eine Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energiequellen wurden erwähnt.
Die enge kulturelle, humanitäre und interregionale Zusammenarbeit wurde angesprochen.
Die Seiten zeigten sich bei dem Treffen zuversichtlich, dass die Bemühungen für den weiteren Ausbau der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit fortgesetzt werden.
Als Ergebnis des Treffens wurde eine Reihe von Dokumenten unterzeichnet.