Studie: Luftverschmutzung stellt größte Gefahr für globale Lebenserwartung dar
Baku, 29. August, AZERTAC
Die Luftverschmutzung stellt einer Studie zufolge die größte Gefahr für globale Lebenserwartung dar.
Forscher der Universität Chicago teilten mit, dass die durchschnittliche Lebenszeit weltweit um 2,3 Jahre angehoben werden könnte, würde überall der empfohlene Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation eingehalten. Die Auswirkungen auf die Lebenserwartung seien vergleichbar mit denen des Rauchens sowie mehr als dreimal so hoch wie die von Alkoholkonsum. Weiter heißt es in der Studie, am schlimmsten sei die Gefahr der Luftverschmutzung in Südasien. Dort lägen die am stärksten belasteten Länder. Genannt werden etwa Indien, Bangladesch und China.
Überwiegend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe zurückzuführende Luftverschmutzung verkürzt die Lebenserwartung im weltweiten Durchschnitt um mehr als zwei Jahre. In Südasien könnten die Menschen im Schnitt sogar fünf Jahre länger leben, wenn die Feinstaubbelastung die von der Weltgesundheitsorganisa¬tion (WHO) festgelegten Grenzwerte nicht überstiege.
Laut WHO sollte die PM2,5-Konzentration in der Luft 15 Mikrogramm pro Kubikmeter innerhalb von 24 Stun¬den nicht überschreiten. Wegen der zunehmenden Belege für die gesundheitsschädliche Wirkung der Fein¬staubbelastung hatte die WHO diesen Grenzwert vergangenes Jahr erstmals seit der Veröffentlichung ihrer Leitlinien für Luftqualität im Jahr 2005 geändert.
Dieser Grenzwert wird in fast allen Weltregionen überschritten, am extremsten allerdings in Asien: in Bangladesch um das 15-Fache, in Indien um das Zehnfache und in Nepal und Pakistan um das Neunfache. Auch in Zentral- und Westafrika, weiten Teilen Südostasiens sowie in Teilen Zentralamerikas liegen die Luftverschmutzungswerte deutlich über dem Durchschnitt.