Uno-Chef bittet EU um Hilfe bei Syrien-Mission
Baku, den 17. April (AZERTAG). 250 Uno-Beobachter sollen die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien überwachen. Doch selbst Ban Ki Moon zweifelt am Erfolg der Mission und bittet die Europäer um Hubschrauber und Flugzeuge. Einen militärischen Schutz für die Delegation lehnt der Uno-Chef aber ab - dafür müsse Damaskus sorgen.
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Europäische Union aufgefordert, sich an der Beobachtermission in Syrien zu beteiligen. Die EU solle Hubschrauber und Flugzeuge für die Uno-Beobachter zur Verfügung stellen, sagte Ban am Dienstag nach einem Gesprächen mit dem luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker.
Ban äußerte sich zuversichtlich, dass der Sicherheitsrat rasch die Entsendung von insgesamt 250 Uno-Beobachtern nach Syrien beschließen werde. Sie sollen die Lage im Konflikt zwischen der Regierung von Baschar al-Assad und der Opposition beobachten. Seit Sonntag befindet sich ein kleines Vorausteam der Vereinten Nationen bereits im Lande.
Ban stellte zugleich infrage, dass die Zahl der Emissäre ausreichend sei. „Ich glaube, dass das angesichts der derzeitigen Lage und der Größe des Landes nicht genug sind“, sagte der Südkoreaner. „Wir brauchen deshalb eine sehr große Mobilität unserer Mission.“
Ein militärischer Schutz der Uno-Beobachter stehe im Moment nicht zur Debatte, sagte er. Dies sei Aufgabe der Regierung in Damaskus.
Der Leiter der Beobachtermission warnte vor Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Kontrolleure müssten „in kleinen Schritten“ vorgehen und ihre Arbeit mit der Regierung und den anderen Konfliktparteien genau abstimmen, sagte der marokkanische Oberst Ahmed Himmisch am Dienstag in Damaskus. „Dies ist eine schwierige Mission, die Koordination und Planung braucht.“
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, fürchtet, die Lage in Syrien könnte die Pläne für die Aufstockung der Delegation gefährden. „Sollte die Gewalt anhalten und die Waffenruhe, oder treffender der Verzicht auf Gewalt, nicht halten, wird es fraglich, ob es weise und durchführbar ist, die Beobachtergruppe auf ihre volle Stärke aufzustocken“, sagte Rice in New York.