POLITIK


Otto Hauser: Produktionsstandort Aserbaidschan für deutsche Unternehmen

Stuttgart, 18. Oktober, AZERTAC

Der Honorarkonsul Aserbaidschans Otto Hauser in Deutschland mit Sitz in Stuttgart sieht gute Voraussetzungen für deutsche Unternehmen, Industrieproduktionen in Aserbaidschan aufzubauen. In Vorträgen und persönlichen Gesprächen wirbt Otto Hauser mit überzeugenden Argumenten für den Wirtschaftsstandort Aserbaidschan.

Die Republik Aserbaidschan, mit seinen 9,6 Millionen Einwohnern liegt geostrategisch zwischen Asien und Europa, an der Westküste des Kaspischen Meeres. Das Land ist politisch stabil. Die Gesellschaft ist offen und tolerant. Es gibt keinen religiösen Fanatismus. Die Menschen sind überaus gastfreundlich. Aserbaidschan ist Mitglied des EU-Nachbarschaftsprogramms Ost. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland sind gut.

Der Wirtschaftsstandort Aserbaidschan zeichnet sich durch mehrere positive Faktoren aus:

- Eine junge Gesellschaft mit einem Altersanteil von 84 Prozent der 0-55jährigen.

- Rohstoffe von Bauxit, Nichteisenmetalle, Eisenerz, Erdgas und Erdöl.

- Die Lohnkosten liegen weit unter dem deutschen Lohnkostenniveau, 39 Euro pro Stunde, bei einem Durchschnittslohn von ca. 500 Manat = 245 Euro.

- Die Energiekosten liegen bei ca. 4 Cent/KWh, im Vergleich zu Deutschland mit 16 Cent/KWh.

- Es gibt viele Vorteile bei ausländischen Industrieansiedlungen, von der Steuer- und Zollbefreiung bis hin zu Unterstützungen im Infrastrukturbereich.

- Die berufliche Bildung befindet sich im Aufbau

- Durch seine geographische Lage, im Norden Russland im Süden Iran, ist die Marktnähe zu beiden wichtigen Volkswirtschaften gegeben.

- Die Geschäftssprachen sind Aseri, Russisch, Türkisch und Englisch.

Industrieprodukten in Aserbaidschan.

In Russland wird die Daimler AG einen Produktionsstandort bauen. Im Iran wird die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren, auch im Automobilsektor, zunehmen. Deshalb ist die Überlegung eine Produktion im Zulieferbereich für die deutsche Automobilindustrie in Aserbaidschan aufzubauen, durchaus realistisch.

Zunächst muss vorausgeschickt werden, dass deutsche Zulieferfirmen einen hohen technischen Standard haben müssen, jeder Zulieferer benötigt eine Zertifikation vom Autohersteller, für die Produktseite und für die Produktionsstätte. Ohne solche Zertifizierungen gibt es keine Aufträge. Damit wollen die Automobilhersteller sicherstellen, dass die zugelieferten Autoteile dem technischen Stand entsprechen um dem Anspruch als Hightech-Auto gerecht zu werden. Denn es sollen nach Fertigstellung der Fahrzeuge Reparaturen und Rückruf-Aktionen verhindert werden. Die Zulieferteile werden nämlich direkt in die Serienproduktion der Automobilhersteller geliefert.

Ein Joint Venture aus aserbaidschanischen Inverstoren und deutschen Unternehmen hätte den entscheidenden Vorteil, dass deutsches Knowhow und Ingenieur-Dienstleistungen nach Aserbaidschan gebracht werden um Produktionsstätten aufzubauen. Zusammen mit den aserbaidschanischen Standortfaktoren können dann Märkte in Russland, Kaukasus-Region, Iran, Teilen Europas und Asien entwickelt werden.

Aus der Sicht von Honorarkonsul Otto Hauser würden solche Industrieansiedlungen zur weiteren Diversifizierung der aserbaidschanischen Wirtschaft beitragen. Es entstehen neue Arbeitsplätze.

Otto Hauser Arbeitet gerade an einem konkreten Projekt mit Unternehmen aus Baden-Württemberg die führend in der Automobil-Industrie sind. Ein solches Leuchtturmprojekt hätte Signalwirkung für andere deutsche Unternehmen.

Vugar Seyidov, AZERTAC

Stuttgart

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