Apple erkauft sich Zeit für das nächste große Ding
Baku, den 24. April (AZERTAG). Analysten hatten Apple schon auf der Verliererstraße gesehen. Doch Konzern-Chef Tim Cook ist der Befreiungsschlag gelungen - vorerst. Nun muss er endlich die nächste Innovation liefern.
Ein Rekordumsatz, Rekord-Verkaufszahlen für iPhone und iPad, eine milliardenschwere Dividendenerhöhung, völlig neue Produkte in der Pipeline und das größte Aktienrückkaufprogramm in der Geschichte der Wall Street: Wenn Apple-Chef Tim Cook allen Untergangspropheten in Sachen Apple mal so richtig zeigen wollte, wo der Hammer hängt, ist ihm das mit der Verkündung der jüngsten Quartalsergebnisse gelungen.
Apple erreichte oder übertraf entgegen aller Erwartungen die Prognosen der Analysten, und verkündete einen Quartalsumsatz von 43,6 Milliarden Dollar (33,5 Milliarden Euro) - 1,3 Milliarden Dollar mehr als erwartet, und elf Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Entgegen diverser Zulieferer-Gerüchte legte Apples wichtigstes Produkt, das iPhone, noch einmal zu, und wurde 37,4 Millionen Mal verkauft.
Doch die eigentliche Erfolgsstory lieferte das iPad: 19,5 Millionen Stück lieferte der Konzern aus Kalifornien, und damit sieben Millionen mehr als noch im Vorjahresquartal. Dieses Wachstum verdankt Apple laut Finanzchef Peter Oppenheimer vor allem neuen Kunden in Japan und China, wo Apple seinen Umsatz verdoppeln konnte.
Trotzdem musste der Konzern erstmals seit fast zehn Jahren einen leichten Gewinnrückgang bekannt geben: Apple verdiente 9,5 Milliarden Dollar im Quartal, übertraf damit aber die Erwartungen des Marktes.
Der Gewinn geht zurück, da Apple pro verkauftem Gerät weniger verdient als in den Vorjahren: Die Margen fallen bei den etwas günstigeren Produkten wie dem iPad Mini deutlich niedriger aus als beim großen iPad oder dem iPhone.