Coronavirus: Zwiebeln schränken Ausbreitung von Mikroorganismen
Baku, 20.März, AZERTAC
Das Thema "Corona" bewegt die Welt. Die Informationsflut ist groß. In den sozialen Netzwerke werden vermehrt falsche, teilweise gefährliche Behauptungen und Verschwörungstheorien verbreitet.
Coronaviren sind zwar seit langem bekannt. Der aktuell grassierende Erreger-Typ ist aber erst kürzlich - wohl im November oder Dezember 2019 - von Tieren auf den Menschen übergesprungen.
Bei dem Spray handelt es sich um das Flächendesinfektionsmittel "Vibasept", das nach Herstellerangaben unter anderem gegen "Coronavirus (SARS)" wirksam sein soll.
Coronaviren sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine große Virusfamilie. Bereits Mitte der 1960er-Jahre wurden erste Coronaviren identifiziert.
Das Coronavirus, das sich gerade weltweit ausbreitet, wurde innerhalb dieser Familie neu entdeckt. Von der WHO wurde es zunächst 2019-nCoV genannt, für "novel coronavirus" (auf Deutsch: "neues Coronavirus"). Seit dem 11. Februar heißt es Sars-CoV-2. Es ähnelt stark dem Virus Sars-CoV, das 2002/2003 eine Pandemie auslöste, an der weltweit nach offiziellen Statistiken knapp 800 Menschen starben.
Das ist nach Einschätzung verschiedener Behörden falsch, sie warnen vor gesundheitsschädlichen Wirkungen von Chlordioxid.
Chlordioxid wird als Bleichmittel und zur Desinfektion verwendet. Die chemische Verbindung kann Haut und Schleimhäute reizen und ätzend wirken - je nach Konzentration. Mögliche Folgen einer Einnahme sind Hautverätzungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen und Atemstörungen.
Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte stuft Produkte, die zu einer Chlordioxid-Lösung vermischt und als "Miracle Mineral Supplement" (MMS) verkauft werden, seit dem Jahr 2015 als zulassungspflichtig und bedenklich ein. Auch die US-Gesundheitsbehörde FDA warnt bereits seit einigen Jahren davor, die Chemikalie aufzunehmen.
Zwiebeln ziehen wie eine Art "Magnet" die Coronaviren aus der Luft. Solche Heilkräfte gegenüber Viren haben Zwiebeln nicht. Zwiebeln wirken antimikrobiell. Das heißt, sie schränken die Ausbreitung von Mikroorganismen ein, indem sie diese töten oder deren Wachstum lähmen. Da die im Zwiebelsaft enthaltenen antimikrobiellen Schwefelverbindungen flüchtig sind, können Mikroorganismen durchaus auch in der Luft abgetötet werden. Davon sind allerdings vor allem Bakterien betroffen. Es gebe bisher keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die antimikrobielle Wirkung der Zwiebel auch bei Viren wirkt.