Höher, schneller, weiter – Rekordjahr für Adidas
Baku, den 7. März (AZERTAG). Der Sportartikelhersteller hat 2011 so viel verdient wie nie zuvor. Dank Olympischen Spielen und Fußball-EM soll der Gewinn 2012 weiter steigen.
Nach einem Rekordjahr bei Umsatz und Gewinn will Adidas-Chef Herbert Hainer auch 2012 neue Bestmarken setzen. Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft im Juni und die Olympischen Spiele sollen dafür sorgen, dass der Sportartikelhersteller seine Ergebnisse erneut toppt. 2011 stieg der Konzernumsatz um elf Prozent auf 13,3 Mrd. Euro. Den Gewinn konnte Adidas gar um 18 Prozent auf 671 Mio. Euro steigern. Adidas ist also von der Euro-Krise so gut wie nicht betroffen - was man auch daran sieht, dass das Wachstum in Europa ebenfalls zweistellig war.
Am besten jedoch entwickelte der Sportartikelkonzern sich in China (währungsbereinigt plus 23 Prozent), den europäischen Schwellenländern wie Russland (plus 22 Prozent) und in Nordamerika (plus 15 Prozent). „Obwohl die wirtschaftliche Unsicherheit noch immer groß ist, bin ich überzeugt, dass 2012 ein weiteres Rekordjahr für den Adidas-Konzern wird“, sagte Hainer bei der Präsentation der Bilanz. Er prognostiziert Zuwächse beim Umsatz im „mittleren bis hohen einstelligen Bereich“ und einen Gewinnanstieg um zehn bis 15 Prozent auf bis zu 770 Mio. Euro.
Die Fußball-EM in Polen und der Ukraine soll dabei für die Herzogenauracher ein wichtiger Umsatzbringer werden. Adidas erwartet in diesem Jahr Erlöse mit Fußballartikeln wie Trikots, Bällen und Schuhen von 1,5 Mrd. Euro. Adidas ist unter anderem Ausrüster der beiden EM-Favoriten Spanien und Deutschland und stellt als Sponsor des internationalen Fußballverbandes Uefa den Spielball für das Turnier.
Konkurrent Puma hatte kürzlich angekündigt, im Fußball-Geschäft schneller als Adidas und Nike wachsen zu wollen. Das sieht man bei Adidas gelassen, liegt Puma doch abgeschlagen auf Rang drei. Er fühle sich als Fußball-Marktführer „sehr komfortabel“, sagte jedenfalls Hainer. Zugleich bekräftigte er die im Strategieplan „Route 2015“ festgelegten Ziele, zu denen gehört, den Umsatz bis zum Jahr 2015 auf 17 Mrd. Euro zu steigern und damit ein Stück weit näher an die Nummer eins im Sportartikelgeschäft, Nike, zu rücken.