Panasonic will Zahl der Stellen in Zentrale halbieren
Baku, den 29. Mai (AZERTAG). Der starke Yen und Konkurrenz aus Korea machen Panasonic zu schaffen. Nun plant der japanische Elektronikkonzern einem Zeitungsbericht zufolge radikale Einsparungen beim Personal. In der Zentrale könnte jeder zweite Job wegfallen.
Panasonic steht unter hohem Druck. Der japanische Elektronikkonzern leidet unter der Konkurrenz aus Südkorea und hat im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingefahren. Jetzt soll als Teil des Sparprogramms offenbar die Hälfte der Stellen in der Konzernzentrale wegfallen.
Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ und die Nachrichtenagentur Jiji Press berichten, sollen die 7000 Arbeitsplätze durch Vorruhestandsregelungen und die Verlegung an andere Orte um 3000 bis 4000 reduziert werden. Ziel des Stellenabbaus sei es, die Entscheidungsfindung im Konzern zu beschleunigen.
Eine Panasonic-Sprecherin bestätigte, dass der Konzern „Reformen in der Zentrale“ erwäge, die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Panasonic bereits 36.000 Arbeitsplätze gestrichen und unter anderem Bildschirm-Fabriken stillgelegt.
Panasonic-Aktie legt zu-Anleger reagierten positiv auf die Streichpläne. An der Tokioter Börse stiegen die Aktien des Konzerns um bis zu drei Prozent in einem negativen Umfeld. Der kommende Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga steht mit seinem Amtsantritt im Juni vor der schwierigen Aufgabe, das Unternehmen wieder profitabel zu machen. Derzeit versucht er, die Fernsehersparte wieder auf Kurs zu bringen, die stark unter den aggressiven Rivalen Samsung und LG aus Südkorea leidet. Panasonic beschäftigt mit 350.000 Arbeitnehmern drei Mal so viele Mitarbeiter wie Samsung .
Panasonic hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 772,2 Milliarden Yen (7,7 Milliarden Euro) gemacht. Wie viele japanische Elektronikkonzerne leidet Panasonic seit Jahren unter dem starken Yen und der harten Konkurrenz vor allem aus anderen fernöstlichen Ländern.
In Europa setzt Panasonic große Hoffnung auf sein neues Android-Smartphone Eluga. Der Konzern hatte zuletzt Smartphones nur im asiatischen Heimatmarkt verkauft und sich in Europa auf Unterhaltungselektronik, Bürotechnik und Hausgeräte spezialisiert.