„Trump-Route“ könnte zum zentralen Element der Mittleren Route werden
Baku, 4. März, AZERTAC
“Die unter dem Namen von US-Präsident Donald Trump geplante „Trump-Route“ könnte nach Einschätzung von Experten zum zentralen Bestandteil des Mittleren Korridors werden. Ziel der Initiative ist es, die Transitkapazitäten zwischen Asien und Europa auszubauen und Aserbaidschans Rolle als logistisches und wirtschaftliches Zentrum zu stärken”.
Das sagte der polnische Experte für internationale Beziehungen, Wojciech Wojtasiewicz in seinem Interview mit AZERTAC.
“Die Route soll Aserbaidschan mit seinem Exklaven Nachitschewan über armenisches Gebiet mit der Türkei und der EU verbinden. Amerikanische Unternehmen sollen am Bau und Betrieb beteiligt werden. Washington kann gemeinsam mit der Europäischen Union den Ausbau der Grenzinfrastruktur Armeniens und die Ausbildung der Grenzbeamten unterstützen. Die verstärkte Präsenz der USA in der Region bedeutet nicht, dass der Einfluss Chinas abnimmt. In den letzten Jahren haben alle drei Südkaukasus-Staaten strategische Partnerschaftsabkommen mit China unterzeichnet und zeigen Interesse an chinesischen Investitionen in Infrastruktur und Energiesektor”, fügte der polnische Experte hinzu.
“Die Umsetzung hängt auch von der politischen Stabilität in Armenien ab, unter anderem von den Parlamentswahlen im Juni. Experten betonen, dass die Route die wirtschaftliche Integration der Region fördert, gleichzeitig aber die strategische Präsenz der USA stärkt, ohne die Partnerschaften der Länder mit China zu beeinträchtigen”, so Wojciech Wojtasiewicz.