US-Börsenaufsicht bestraft betrügerische Händler
Baku, den 15. März (AZERTAG). Der betrügerische Handel mit Anteilen von Facebook und Twitter hat juristische Konsequenzen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat zwei Finanzmanager mit Geldstrafen belegt. Ihnen wird vorgeworfen, Investoren hinters Licht geführt und abgezockt zu haben.
Der Handel mit Anteilen an Unternehmen wie Facebook und Twitter blüht - und zieht Betrüger scharenweise an, wie aktuelle Fälle in den USA zeigen. Einige Händler nutzten den Boom unrechtmäßig aus, teilte die US-Börsenaufsicht SEC am Donnerstag mit. Die Behörde bestrafte nun zwei Finanzmanager, die Investoren hinters Licht geführt und ihnen zu überzogenen Preisen Fonds angesagter Unternehmen verkauft haben sollen. Dies berichten mehrere US-Medien.
Die nun Verurteilten müssen zusammen eine Strafe von 100.000 Dollar zahlen, heißt es in den Berichten. Genaueres wurde nicht mitgeteilt.
Bei einem der Bestraften handelt es sich demnach um Frank Mazzola. Die SEC wirft ihm unter anderem Betrug und Vorteilsnahme vor. Der 44-Jährige soll Investoren mit seinen beiden Fonds Felix Investments und Facie Libre gelockt haben, die angeblich vorbörslich gehandelte Papiere von Facebook erworben hatten. Laut der Börsenaufsicht soll Mazzola dank dieser betrügerischen Vermarktung 56 Millionen Dollar eingesammelt haben.
Die „Washington Post“ beschreibt Mazzolas dubiose Vorgehensweise an einem Beispiel, in dem es um Anteile am Kurznachrichtendienst Twitter ging. So soll Mazzola im Jahr 2010 in einer E-Mail an einen potentiellen Investoren geschrieben haben, dass er „mehrere hochrangige Twitter-Funktionäre“ als Kunden habe, die ihm für 2010 eine sehr positive Unternehmensbilanz vorhersagten. Tatsächlich aber hatte Mazzola laut SEC weder Informationen über die Geschäftsdaten des Kurznachrichtendienstes, noch gehörten hochrangige Mitarbeiter des Unternehmens zu seinen Kunden.
Die Verurteilung ist die erste dieser Art, seitdem die SEC vor etwas mehr als einem Jahr damit begonnen hat, den Handel mit Firmenanteilen begehrter Internetfirmen wie Facebook und Twitter auf dem sogenannten Sekundärmarkt zu überprüfen. Dabei geht es vor allem um Fonds, die aufgesetzt wurden, um die Firmenanteile nicht gelisteter Unternehmen handeln zu können. Das Geschäft blüht umso mehr, seitdem feststeht, dass Facebook noch in diesem Frühling an die Börse geht - und das Angebot der vorbörslich gehandelten Aktien knapp ist.
Daneben verurteilte die SEC Greg Brogger und die von ihm gegründete Internetplattform Sharespost, die Käufer und Verkäufer privater Firmenanteile zusammenbringt und neben anderen ähnlichen Plattformen maßgeblich für die Bewertungen der Internet-Unternehmen verantwortlich ist. Brogger soll ohne Händlerlizenz gearbeitet haben.