Welche Nachteile und Vorteile haben Kartoffeln?
Baku, 22. Juni, AZERTAC
Kartoffeln sind sehr proteinreich. Dies wird den Stoffwechsel und den Muskelaufbau sättigen und stimulieren. Sie enthalten auch Vitamin C, das auch die Fettverbrennung fördern kann. Kartoffeln sind reich an Kalium und hilft Ihrem Körper, Wassereinlagerungen zu reduzieren und Kalorien zu verbrennen.
Kartoffeln sind von Natur aus laktose- und glutenfrei. Damit sind sie auch für Menschen mit Zöliakie sehr gut verträglich. Sie enthalten keinerlei tierische Bestandteile und sind deshalb auch für eine vegetarische und vegane Ernährung bestens geeignet. Außerdem sind kaum irgendwelche Allergien bekannt.
Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen ist und bleibt die Kartoffel ein äußerst gesundes Nahrungsmittel. Nebst vielen Vitaminen und nebst weiteren Mineralstoffen steckt in der Kartoffel viel Kalium, welches eine entwässernde Wirkung hat und sich positiv auf den Blutdruck auswirkt. Aber auch Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen sind darin enthalten. Zudem Eiweiß mit einer sehr hohen biologischen Wertigkeit und Ballaststoffe für eine geregelte Verdauung. Kartoffeln sind basenüberschüssig und wirken so einer Übersäuerung des Körpers entgegen. Sie können damit helfen, Magenbeschwerden wie Aufstoßen, Völlegefühl und Sodbrennen zu vermindern. Übrigens deckt eine mittelgroße Kartoffel bereits einen Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C ab.
Viele der in der Kartoffel natürlich vorkommenden Vitamine und Mineralstoffe sind sauerstoff-, und/oder hitzeempfindlich sowie wasserlöslich. Mit jedem Verarbeitungsschritt reduzieren sich wertvolle Inhaltsstoffe der Kartoffel, das Ausmaß ist abhängig vom Verarbeitungsgrad.
Kartoffeln könnten Krankheiten vorbeugen. Obendrein enthalten Kartoffeln Flavonoide und Anthocyane, die beide zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und unter anderem für die Abwehr von Pflanzenkrankheiten verantwortlich sind. Kartoffeln können unter Umständen auch uns Menschen als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs dienen. Ebenso sollen einige der Pflanzenstoffe Viren und Bakterien abwehren und sich positiv auf den Cholesterinspiegel sowie die Immunreaktion auswirken können.
Bei Magenschmerzen und Übelkeit stellen Kartoffeln ein leicht bekömmliches Lebensmittel dar. Und ganz besonders bei Durchfallerkrankungen sind Kartoffeln das Essen der Wahl – aufgrund der enthaltenen Stärke können sie Säure und Giftstoffe binden, was wiederum den Darm beruhigt.
Doch nicht nur das – ein regelmäßiger Verzehr von Kartoffeln kann sich sogar positiv auf den Alterungsprozess der Haut auswirken. Diesen Effekt haben wir dem enthaltenen Vitamin C, Kalium sowie B-Vitaminen zu verdanken.
Die meisten von uns würden die stärkehaltigen Kartoffeln wohl eher nicht mit dem Muskelaufbau-Nährstoff Eiweiß in Verbindung bringen. Allerdings stellen Kartoffeln eine überraschend gute Proteinquelle dar. Zwar bestehen die Knollen nur zu etwa zwei Prozent aus Eiweiß. Allerdings ist ihr Gehalt an essentiellen Aminosäuren erstaunlich hoch, weswegen sie eine biologische Wertigkeit von 76 aufweisen – das Eiweiß kann in unserem Körper sehr gut aufgenommen und in die Muskeln geschleust werden. Hinsichtlich der biologischen Wertigkeit ihres Eiweißes übertreffen Kartoffeln sogar Bohnen, Mais und Linsen.
Gekochte Kartoffeln können ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Dadurch isst man weniger, bleibt aber länger satt und kann schneller abnehmen. Aber manchmal kann der Verzehr von Kartoffeln zu einer Gewichtszunahme führen.
Kartoffeln roh zu essen, ist keine gute Idee. Sie enthalten Stoffe, die schwer verdaulich und teilweise sogar giftig sind.
Die Kartoffel weist mit 15 g pro 100 g einen relativ hohen Kohlenhydratgehalt für eine Gemüsesorte auf, daher wird sie zu Unrecht als ungesunder Dickmacher bezeichnet.