Weltgrößte Brauerei will mexikanische Corona kaufen
Baku, den 25. Juni (AZERTAG). Die weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch InBev will noch mächtiger werden. Der Konzern steht dem „Wall Street Journal“ zufolge vor der Übernahme des „Corona“-Herstellers Grupo Modelo. Das mexikanische Unternehmen dürfte den Marktführer mindestens zwölf Milliarden Dollar kosten.
Die Palette reicht schon jetzt von Budweiser bis Stella Artois - nun soll Corona hinzukommen: Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev steht offenbar unmittelbar vor der vollständigen Übernahme des mexikanischen „Corona“-Herstellers Grupo Modelo. Das berichtet das „Wall Street Journal“ („WSJ“) am Montag unter Berufung auf Insider.
Anheuser besitzt bereits 50 Prozent von Modelo und müsse wohl mindestens zwölf Milliarden Dollar für den Rest bezahlen, schreibt die Zeitung. Das Unternehmen, das an der mexikanischen Börse gelistet ist, hat derzeit einen Marktwert von rund 23 Milliarden Dollar. Eine entsprechende Vereinbarung werde möglicherweise schon in dieser Woche erfolgen, hieß es weiter. Beide Unternehmen wollten sich laut „WSJ“ nicht dazu äußern.
Die Konzentration auf dem weltweiten Biermarkt nähme mit der Übernahme weiter zu. Die vier größten Brauereikonzerne kontrollieren bereits die Hälfte des Marktes. Die klare Nummer eins ist Anheuser-Busch InBev, 2004 aus der Fusion der belgischen Interbrew mit dem brasilianischen Brauer AmBev hervorgegangen. 2008 kaufte der Konzern Anheuser-Busch in den USA. Mit Abstand folgt auf Platz zwei SABMiller, drittgrößter Konzern ist Heineken, dann folgt Carlsberg. Grupo Modelo liegt laut „Wall Street Journal“ auf Platz sieben.
Die Frage ist allerdings, ob die Kartellbehörden den Deal akzeptierten. Die Marktmacht der beiden Konzerne dürfte jedenfalls hinderlich sein.