AIG erleidet Milliardenverlust
Baku, den 22. Februar (AZERTAG). Der US-amerikanische Versicherer AIG hat im letzten Quartal 2012 Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen müssen. Verantwortlich dafür waren vor allem Wirbelsturm „Sandy“ und der Verkauf eines Tochterunternehmens. Das Minus war dennoch nicht so hoch wie zuvor befürchtet.
Die Verwüstungen des Wirbelsturms „Sandy“ sind den US-Versicherer AIG teuer zu stehen gekommen. Die Begleichung von Schäden kosteten das Unternehmen 1,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund eine Milliarde Euro). Zudem erlitt AIG einen massiven Buchverlust aus dem Verkauf der Flugzeugleasing-Tochter ILFC. Zusammen ergab das ein Minus von rund vier Milliarden Dollar im vierten Quartal 2012, teilte AIG mit.
Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern dank eines Steuereffekts noch einen außergewöhnlich hohen Gewinn von 21,5 Milliarden Dollar verzeichnet. Der aktuelle Verlust fiel jedoch niedriger aus als von Analysten befürchtet. Nachbörslich legte die Aktie um vier Prozent zu.
Das US-amerikanische Unternehmen war einst Primus unter den Versicherern. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt brachten den Konzern jedoch an den Rand des Ruins. Nur dank der teuersten Rettungsaktion der Finanzkrise, der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein, konnte AIG gerettet werden.
Konkurrent Allianz rechnet trotz der Schäden durch „Sandy“ mit einem Milliardengewinn. „Sandy“ war im Oktober über Nordamerika hinweggefegt und hatte vor allem im Nordosten der USA in der Region New York große Schäden angerichtet. Experten aus der Branche schätzen die Schäden weltweit auf 50 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro), für die Hälfte davon müssen Versicherer geradestehen.