Aktie von Blackberry-Anbieter RIM stürzt ab
Baku, den 22. Dezember (AZERTAG). Eine Ankündigung von RIM-Chef Heins schockt die Märkte: Weil der Blackberry-Hersteller Änderungen bei seinen Servicegebühren verkündet, fürchten Anleger einen Umsatzeinbruch. Die Aktie verliert bis zu 17 Prozent.
Eigentlich war es ein guter Tag für RIM. Der gebeutelte Hersteller des einst hippen Handys Blackberry hat im abgelaufenen Quartal einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Nach mehreren Quartalen mieser Bilanzen eigentlich eine positive Nachricht. Doch dann schockte Vorstandschef Thorsten Heins die Anleger mit einer Bemerkung, und die Aktie stürzte ab. Um bis zu 17 Prozent.
Konkret ging es um die Neuordnung der Servicegebühren. Die machen rund ein Drittel des RIM-Geschäfts aus. Nun aber entnahmen die Anleger einer Ankündigung von Heins, dass sie bald deutlich sinken könnten.
RIM will die Servicegebühren stärker staffeln: Kunden, die zusätzliche Dienste etwa für mehr Sicherheit nutzen, sollen sie weiter bezahlen. Von anderen dürfte weniger Geld kommen. Konkrete Beträge blieben offen, ebenso wie die Frage, ob alle Kundengruppen von der Änderung betroffen sein werden. Heins betonte, dass er nicht mit einem Absacken des Servicegeschäfts rechne. Doch die Anleger blieben skeptisch.
Zuvor hatte RIM bessere Zahlen vorgelegt als erwartet. Unterm Strich stand - nach hohen Verlusten in den vergangenen Quartalen - sogar ein Gewinn von neun Millionen Dollar. Er entstand, weil eine Steuergutschrift den operativen Verlust von 212 Millionen Dollar mehr als ausglich - aber immerhin.
Umsatz schrumpft, eine Million Kunden weniger-Der Umsatz belief sich auf 2,73 Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Vorjahresquartal bedeutete das einen Einbruch von 47,2 Prozent. Gemessen am Vierteljahr war das Minus mit 4,6 Prozent deutlich moderater. Die Zahl der Blackberry-Kunden sank um eine Million auf 79 Millionen. Es war das erste Mal überhaupt, dass die Blackberry-Kundenbasis zurückging.