Alexander Nesterov: Separatistische „Wahlen“ im Berg Karabach sind illegal
Moskau, den 19. Juli (AZERTAG). „Ich finde es ganz objektiv, dass solche „Wahlen“ nicht als Wahlen im Rahmen eines unabhängigen Staates betrachtet werden können, da keine der separatistischen Regime die internationale Anerkennung erhalten hat. Und die Teilnahme internationaler Beobachter an diesen Wahlen scheint unpassend zu sein“, - erklärte der Leiter des Instituts für europäische Forschungen der Uralskij Föderaluniversität namens B. Eltsin (Jekaterinburg) Professor Alexander Nesterov in seinem Exklusivinterview mit AZERTAG, der seine Meinung bezüglich der so genannten Wahlen auf den besetzten aserbaidschanischen Territorien - in Berg Karabach äußerte.
Seiner Ansicht nach sollen die internationalen Organisationen eine Resolution verabschieden, die die Lösung der politischen Fragen vorsieht, bevor irgendwelche Wahlen abgehalten werden. In allen anderen Fällen sind die Wahlen in Berg Karabach illegal und tragen einen separatistischen Charakter.
Beim Gespräch über seine Auffassung von Problemlösung und Tätigkeit der Minsk-Gruppe der OSZE äußerte A.Nesterov sein Bedauern und betonte, dass ähnliche Konflikte nicht schnell gelöst werden können.
„Wenn wir objektiv sprechen, solange starke externe armenische Lobby existiert, die diese Regime unterstützt, glaube ich nicht, dass jegliche ernsthafte politische Lösungen ernst und schnell genommen werden. Auf dem politischen Weg sehe ich in absehbarer Zukunft keine schnelle Lösung dieses Konfliktes“, - sagte er.
Alexander Nesterov meint auch, dass sich die Türkei zu diesem Prozess aktiv anschliessen kann, da sie der wichtige Regionalspieler ist, von deren Position sehr viel abhängt.
„Zum Schluss möchte man betonen, dass die Politik des Präsidenten Aserbaidschans Ilham Aliyev zu friedlicher Regelung des armenisch-aserbaidschanischen Berg Karabach Konfliktes seh sorgfältig und nachdenklich gebaut wird“, - sagte Alexander Nesterov.