Armenischer Experte: EU-Mission untersucht Armenien selbst, nicht Region
Baku, 30. Dezember, AZERTAC
„Die Mission der Europäischen Union (EU) untersucht nicht die Region, sondern vielmehr Armenien selbst“, erklärte der armenische Experte Ish’han Verdyan in der jüngsten Ausgabe der Sendung „Aserbaidschan und die Welt“, die von der Aserbaidschanischen Staatlichen Nachrichtenagentur (AZERTAC) ausgestrahlt wurde, und kommentierte damit die Ergebnisse der 6. Sitzung des EU-Armenien-Partnerschaftsrates, die in Brüssel stattfand.
Nach Ansicht des Experten verhindert die Zusammensetzung der Mission, zu der auch ehemalige Vertreter europäischer Geheimdienststrukturen gehören, dass sie als neutrales Element betrachtet werden kann.
Verdyan merkte an, dass sich die Mission, die an bestimmten Standorten stationiert ist, in erster Linie mit einer detaillierten Untersuchung der Infrastruktur, der Logistik und der Kommunikationssysteme in den Einsatzgebieten befasst. Er bewertete, dass solche Aktivitäten das Risiko bergen, dass sensible interne Informationen über die Landesgrenzen hinaus gelangen.
Der Experte erklärte weiter, dass armenische Politiker diese Richtung der ausländischen Präsenz weiterhin unterstützen – aus mangelnder Weitsicht und ohne die möglichen Konsequenzen vollständig zu verstehen. Er fügte hinzu, dass Regierungsvertreter Europäer nach wie vor als Garanten ihres eigenen Erfolgs betrachten und die langfristigen Risiken nicht ausreichend berücksichtigen.
Verdyan betonte zudem, dass die Aktivitäten der Mission im Laufe der Zeit eingestellt werden könnten, wie es zuvor bereits bei anderen ausländischen militärischen Formaten der Fall gewesen sei.