Aserbaidschan und USA unterzeichnen Charta zur strategischen Partnerschaft
Baku, 10. Februar, AZERTAC
Die Regierungen der Republik Aserbaidschan und der Vereinigten Staaten von Amerika haben eine „Charta zur strategischen Partnerschaft“ unterzeichnet. Die Vereinbarung bekräftigt gegenseitige Unterstützung für Souveränität, Unabhängigkeit, territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit von Grenzen als Grundlage der bilateralen Beziehungen.
Die Charta legt den Schwerpunkt auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen regionale Konnektivität, Investitionen in die Wirtschaft und Sicherheit. Dabei wird insbesondere die Bedeutung des Trans-Kaspischen Transportkorridors (Mittlerer Korridor) sowie der „Trump-Route für Internationalen Frieden und Wohlstand“ (TRIPP) hervorgehoben. Der TRIPP-Korridor soll Aserbaidschans Kernland mit der Autonomen Republik Nachitschewan verbinden und gleichzeitig den regionalen Handel und Transit stärken.
In wirtschaftlicher Hinsicht beabsichtigen beide Seiten, den bilateralen Handel und Investitionen zu fördern sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Transport, digitale Infrastruktur und Hochtechnologie auszubauen. Die USA unterstützen Aserbaidschans Bestreben, sich stärker in die globale Wirtschaft zu integrieren und als Energie-, Handels-, Daten- und Logistik-Drehkreuz im Kaspischen Raum zu fungieren. Geplant ist unter anderem die Entwicklung von KI-Partnerschaften, Investitionen in Datenzentren sowie gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsinitiativen.
Die Sicherheitszusammenarbeit soll ebenfalls ausgeweitet werden. Dazu zählen unter anderem Verteidigungskooperationen und Rüstungsgeschäfte, verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus, sowie Maßnahmen zur Cybersicherheit und zum Schutz kritischer Infrastruktur. Außerdem ist eine Zusammenarbeit im Bereich humanitäre Minenräumung vorgesehen.
Die Charta sieht zudem die Einrichtung von Arbeitsgruppen zu Wirtschaft, Energie, Konnektivität, KI und Sicherheit vor. Innerhalb von drei Monaten sollen konkrete Projekte und Umsetzungspläne festgelegt werden. Beide Seiten kündigten regelmäßige Treffen mindestens einmal jährlich an, um die Umsetzung der Vereinbarung zu überwachen.