Asiens Börsen brechen ein
Baku, den 19. Dezember (AZERTAG). Ausländischen Presseberichten zufolge seien die Nachbarländer Nordkoreas nach dem Tod von Diktator Kim Jong Il in Alarmbereitschaft. Die Unsicherheit darüber, welchen Kurs die künftige Führung einschlagen wird, sorgte auch bei Anlegern für Aufregung. Nordkorea und das Nachbarland Südkorea befinden sich völkerrechtlich seit dem Korea-Krieg in den fünfziger Jahren im Kriegszustand. Die Nachbarn Nordkoreas fühlen sich von Raketen- und Atomwaffentests des Landes bedroht.
Die Börsen in Asien drehten deutlich ins Minus. Am heftigsten fielen die Reaktionen in Südkorea aus. Dort brach der Kospi-Index infolge der Todesnachricht um 4,1 Prozent ein und ging mit einem Minus von 3,4 Prozent aus dem Handel.
In Japan schloss der Nikkei -Index mit minus 1,3 Prozent. Der Composite-Index in Shanghai sank um 2,6 Prozent. Auch in Taiwan, Singapur, Australien, Neuseeland und Indonesien gaben die Kurse nach.
In Nordkorea wurde bereits verbreitet, dass Kim Jong Un, der Sohn des verstorbenen Diktators, die Geschäfte übernehmen werde. Doch Händler an der Börse in Seoul sagten, mit dem Tod von Kim Jong Il steige die politische Unsicherheit in der Region. Investoren fürchten, dass es in dem kommunistisch geführten Land zu einem Machtvakuum kommen könnte, was wiederum zu mehr Instabilität in der Region führen dürfte. „Die Angst, dass der Tod von Kim Jong Il eine Provokation von Nordkorea nach sich ziehen könnte, treibt die Anleger um und führt zu Verkäufen“, sagte Chefanalyst Hiroyuki Fukunaga von Investrust in Tokio.
Die Verunsicherung der Anleger zeigte sich auch im Devisenhandel. In Krisensituationen gilt der Dollar als sicherer Hafen, entsprechend legte die US-Währung am Montag zu. Im fernöstlichen Handel notierte der Dollar zwischenzeitlich bei 78,15 Yen im Vergleich zu 77,86 Yen vor der Todesmeldung.