Britischer Experte: Aserbaidschan ergreift richtige Maßnahmen für die Rückkehr der Vertriebenen
Baku, 5. Dezember, AZERTAC
„Die erfolgreiche Rückkehr der aus Armenien vertriebenen Aserbaidschaner in ihre Heimat beschränkt sich nicht auf die Vorbereitungsphase, sie erfordert einen kontinuierlich organisierten Prozess. Die nachhaltige Fortsetzung der Rückkehr auf sozialer, familiärer und individueller Ebene gilt als Schlüsselfaktor dieses Prozesses. Die wachsende internationale Beteiligung und das zunehmende Interesse an diesem Thema werden als Zeichen für die globale Anerkennung des Rechts auf Rückkehr gewertet“, sagte Klaus Peter Ralf Jurgens, Experte der britischen Organisation Economyfirst Limited, im Interview mit AZERTAC.
Der Experte betonte, dass die internationale Unterstützung über bloße Erklärungen hinausgehen müsse, wobei insbesondere konkrete Beobachtungs- und Überwachungsmaßnahmen vor Ort in der Phase nach der Rückkehr erforderlich seien.
„Die Einrichtung internationaler Kontrollmechanismen würde zudem eine transparente und systematische Umsetzung des Prozesses ermöglichen. Das Rückkehrrecht ist ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts, und Aserbaidschan ergreift in dieser Hinsicht absolut richtige Maßnahmen“, unterstrich er.
Dabei hob der britische Experte die wesentliche Rolle des kulturellen Erbes bei der Heilung von Gemeinschaften hervor. Es stelle die gemeinsame Vergangenheit, Identität und Kontinuität wieder her, diene als wichtiges Fundament des historisches Gedächtnises und fördere die Versöhnung nach Konflikten, indem es Menschen mit ihren Wurzeln verbinde und ein friedliches Zusammenleben gewährleiste.