Chikungunya-Virus breitet sich in Italien weiter aus
Baku, 3. Oktober, AZERTAC
In Italien verbreitet sich das von bestimmten Mücken übertragene Chikungunya-Virus weiter. In dem Mittelmeerland verzeichnen die Behörden in diesem Jahr bereits 364 Fälle, wie aus Daten des nationalen Gesundheitsinstituts ISS in Rom hervorgeht. Ein Großteil der Infektionen wurde demnach in den bei Touristen beliebten Regionen Emilia-Romagna und Venetien im Norden Italiens gemeldet.
Meist handelt es sich den ISS-Daten zufolge um lokale Ansteckungen, also Infektionen, die nicht auf Auslandsreisen zurückzuführen sind. 41 Ansteckungen wurden bei Reiserückkehrern registriert.
Übertragen wird das Chikungunya-Virus hauptsächlich von der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Sie kommt nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mittlerweile in 16 europäischen Ländern vor. Die Art breitet sich auch in Deutschland aus. Eine Chikungunya-Ansteckung hierzulande wurde bisher aber nicht erfasst.
Am häufigsten tritt das Virus aber in Asien, Afrika und Amerika auf. Es löst das gleichnamige Fieber aus, das mit grippetypischen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Daher auch der Name, der ursprünglich aus der Sprache der Makonde stammt, einem Bantuvolk im Südosten von Tansania. Übersetzt heißt es so viel wie «der gekrümmt Gehende» - in Anlehnung an die Symptome. Es wurde erstmals 1952 bei einem Ausbruch in Tansania beschrieben.