Das PadFone ist Smartphone und Tablet zugleich
Baku, den 8. August (AZERTAG). Es ist ein Android-Smartphone. Und es ist ein Tablet. Mit nur wenigen Handgriffen wird aus dem Asus PadFone ein richtiger Tablet-PC. Wie gut das Transformer-Konzept wirklich funktioniert, zeigt ein Test.
Klappe auf, Smartphone rein, Tablet fertig! Wenige Handgriffe genügen, und das neue Asus PadFone mutiert zum Tablet-PC. Der Trick: Der Großteil der Technik steckt im Smartphone, das bei Bedarf in der Rückseite der mitgelieferten Tablet-Station verschwindet - schon erwacht der 25,7-Zentimeter-Bildschirm zum Leben.
Die Idee dahinter: Warum einen separaten Tablet-PC kaufen, wenn man nur gelegentlich einen größeren Bildschirm braucht? Wie gut das Transformer-Konzept des PadFones funktioniert, hat Computer Bild im Labor und im Alltag ausprobiert.
Solides Smartphone-Die Doppelfunktion des PadFones hat Vorteile: Der Nutzer braucht nur einen Datentarif, die entsprechende SIM-Karte bleibt im Smartphone und kommt automatisch auch im Tablet-Betrieb zum Einsatz.
Bei der Bedienung des Android-Geräts (Version 4.0.3) flutschte alles wie geschmiert. Ein Doppelkern-Prozessor mit 1,5 Gigahertz und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher liefern viel Leistung. Die genügt auch für die flüssige Wiedergabe von Full-HD-Videos mit 1920 x 1080 Pixeln auf einem Flachbild-TV per HDMI.
Das PadFone spielt in der Liga des Samsung Galaxy S2, hat aber einen etwas flotteren Prozessor - und einen nicht ganz so knackigen 10,9-Zentimeter-Bildschirm (960 x 540 Pixel). Im Computer Bild-Test würde es das PadFone aktuell immerhin auf Platz acht der Smartphone-Bestenliste schaffen.
Eine Besonderheit ist der mitgelieferte Bedienstift („Stylus“) für den Touchscreen. Weil er mit Mikrofon, Lautsprecher und Bluetooth-Funk ausgestattet ist, taugt er zum Beispiel im Auto als Headset. Den Stift sollte man ständig parat haben, denn wer möchte schon das Smartphone hektisch aus dem Tablet fummeln, wenn jemand anruft?
Wackelkandidat Tablet-Doch was taugt das Teil als Tablet? Steckt das Smartphone in der Tablet-Station, stehen eine zusätzliche Frontkamera mit 1,3 Megapixeln und ein Extra-Akku zur Verfügung, der das Smartphone automatisch auflädt. Zwei Dinge fallen aber sofort negativ auf: Das hohe Gewicht von über 850 Gramm und die bucklige Gehäuseform - beim Tippen und Wischen auf dem Tisch ist das Tablet eher kippelig.
Ganz reibungslos klappt das Zusammenspiel beider Geräte nicht: Wer in der Bahn eine Runde Angry Birds auf dem Smartphone begonnen hat, kann das Spiel nach dem Andocken ans Tablet zunächst nicht ohne App-Neustart fortsetzen.
Damit das Umschalten problemlos klappt, muss der Nutzer frisch installierten Programmen in den Anzeige-Einstellungen ein Häkchen verpassen. Und dafür müssen die App-Entwickler ihre Software anpassen - bei Google Maps etwa klappte der Wechsel noch nicht.