Der Spiegel: „Aserbaidschan liefert erstmals Erdgas nach Deutschland“
Baku, 17. Januar, AZERTAC
Im deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ist ein Artikel über den Beginn der Gasexporte aus Aserbaidschan nach Deutschland veröffentlicht worden, wie AZERTAC unter Berufung auf „Der Spiegel“ berichtet.
Im Beitrag mit dem Titel „Aserbaidschan liefert erstmals Erdgas nach Deutschland“ wird darauf hingewiesen, dass die Speicher in Deutschland künftig auch mit Gas aus Aserbaidschan gefüllt werden sollen. Auch andere europäische Länder lassen sich aus dem Land beliefern.
Über den südlichen Gaskorridor liefert Aserbaidschan ab sofort auch Erdgas nach Deutschland und Österreich. Der staatliche Energiekonzern Socar habe mit den Lieferungen begonnen, teilte das Unternehmen in Baku mit.
Das Gas fließt über die Transadria-Pipeline (TAP), die von der griechisch-türkischen Grenze durch Griechenland und Albanien nach Süditalien führt. Von dort wird es weiter nach Norden transportiert.
„Die Lieferungen, die über Italien nach Österreich und Deutschland geleitet werden, erweitern die geografische Reichweite von aserbaidschanischem Gas in Europa“, heißt es in der Mitteilung. “Mit den neuen Märkten sei die Zahl der Länder, die aserbaidschanisches Gas importieren, auf 16 gestiegen.
Die Nachfrage nach aserbaidschanischem Gas ist gestiegen, seit Europa nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine seine Abhängigkeit von russischen Lieferungen verringern will.
Socar hatte im Juni einen Zehnjahresvertrag mit dem deutschen Energieversorger Sefe über die Lieferung von 1,5 Milliarden Kubikmetern pro Jahr unterzeichnet. Sefe, die frühere Gazprom Germania, war in der Energiekrise 2022 vom Bund vor der Pleite bewahrt worden.
Nach Österreich sollen einem Socar-Insider zufolge bis zu einer Milliarde Kubikmeter Gas jährlich geliefert werden. Die gesamten Gasexporte Aserbaidschans nach Europa beliefen sich im Jahr 2025 auf 12,8 Milliarden Kubikmeter. Eine weitere Steigerung der Ausfuhren hängt jedoch von Investitionen und dem Ausbau der Pipelinekapazitäten ab", heißt es in dem Beitrag.