Erstmals NGO-Ausstellungen zum Minenproblem Aserbaidschans in Europa veranstaltet
Baku, 3. Oktober, AZERTAC
Am 2. Oktober fand in Brüssel, der Hauptstadt Belgiens, eine Fotoausstellung über die Minenopfer Aserbaidschans statt.
Die Ausstellung wurde im Rahmen des Projekts „CulMINAtion of Danger“ organisiert, das vom „Gilavar“-Fotoclub – Öffentliche Vereinigung mit Unterstützung der Agentur für staatliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen der Republik Aserbaidschan durchgeführt wird. Partnerorganisation in Belgien ist die Vereinigung der Aserbaidschaner „Fireland“.
Raschad Mehdiyev, Vorsitzender des Gilavar-Fotoclubs, erklärte, dass erstmals eine solche Ausstellungsreihe in Europa durch NGOs organisiert werde: „Nach München, Nürnberg und Paris zeigen wir diese Fotos nun auch in Brüssel – sie sind wie sprechende Bilder. Sie erzählen die Geschichten von Menschen, die durch von Armenien auf aserbaidschanischem Gebiet verlegte Minen zu Opfern wurden. Wir werden nicht schweigen – es ist an der Zeit, dass die militärisch-politische Führung Armeniens für 30 Jahre Brutalität gegen die Zivilbevölkerung zur Rechenschaft gezogen wird. Unser Appell aus Brüssel, dem Zentrum der Europäischen Union, ist ein Aufruf zur Gerechtigkeit.“
Auf den Bildern waren bewegende Zitate der Minenopfer zu lesen. So etwa von Elmir Bagirov: „Kann ein Mensch in seinem eigenen Land auf eine Panzermine treten? Schwer vorstellbar – aber ich habe überlebt. Ich war noch nicht einmal 18, und von da an begann mein leidvolles Leben. Ich verlor meine Jugend – und beide Beine.“
Das Porträt von Samir Alizade, der beide Beine und ein Auge verlor, trug die Worte: „Ein Schritt, zwei Explosionen… Den Rest könnt ihr euch denken…“
Und die Geschichte von Rahim Garaschov, der bei dem Versuch, einen Kollegen zu retten, selbst durch gestapelte Minen ein Bein verlor, zeigte sich entsetzt: „Was wollten sie mit gestapelten Minen erreichen? Warum so viel Grausamkeit?“
Mithilfe eines QR-Codes konnten sich Interessierte zusätzliche Informationen zu den Minenopfern auf den Fotos einholen.
Die NGO „Gilavar“ plant, die Ausstellungsreihe in weiteren europäischen Städten fortzusetzen.