EU strebt gütliche Einigung mit Google an
Baku, den 25. Juli (AZERTAG). Die Zugeständnisse von Google scheinen der EU-Kommission zu reichen. In dem seit 2010 laufenden Wettbewerbsverfahren wird eine gütliche Lösung angestrebt. Mehrere Konkurrenten hatten sich beschwert.
Die neuen Zugeständnisse von Google im Streit über die Marktmacht seiner Suchmaschine treffen bei EU-Wettbewerbshütern auf Wohlwollen. Die EU strebt nach den Worten von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia eine gütliche Einigung mit dem Internetkonzern in dem seit 2010 laufenden Wettbewerbsverfahren an.
Das Unternehmen habe genug Informationen geliefert, um einen Vergleich zu schließen, sagte Almunia in Brüssel. „Wir werden die Lösungen technisch prüfen und hoffen, einen Vergleich zu erreichen.“ Die Prüfung werde einige Monate in Anspruch nehmen.
Die EU-Wettbewerbshüter hatten Ende 2010 ein Verfahren gegen den Internetkonzern eröffnet. Mehrere Konkurrenten, darunter Microsoft, hatten sich über Geschäftspraktiken von Google beschwert. Die Suchmaschine rücke auf unfaire Weise ihre eigenen Dienste in den Vordergrund.
Auch schließe Google Knebelverträge mit Werbekunden ab, so dass diese keine Anzeigen mehr bei anderen Anbietern schalten könnten, hatte die Kommission moniert. Unternehmen können bei Verstößen gegen EU-Recht mit Strafen belegt werden, die maximal zehn Prozent des Jahresumsatzes betragen. Bei Google wären das rund vier Milliarden Dollar.
EU-Kommission fordert von Google Zugeständnisse-Die EU-Kommission fordert von Google Zugeständnisse, die alle Plattformen abdecken - neben Computern auch Smartphones und Tablets. Diesem Verlangen sei der Konzern nachgekommen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hat zu einer Pressekonferenz eingeladen. Kreisen zufolge ist es wahrscheinlich, dass er sich auch zu den Google-Ermittlungen äußert.