Facebook-Aktie fällt auf Allzeittief
Baku, den 27. Juli (AZERTAG). Facebook hat den ersten Quartalsbericht nach Börsengang vorgelegt. Die Umsatzzahlen sind besser als erwartet, dennoch verbucht der Konzern einen Verlust von 157 Millionen Dollar. Nach Börsenschluss stürzte die Aktie erneut ab.
Dicker Verlust für Facebook. Das Soziale Netzwerk verlor 157 Millionen Dollar in seinem ersten Quartal, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Ohne Steuergeschenk wäre das Minus wohl weitaus drastischer ausgefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte Facebook noch 240 Millionen Dollar verdient.
Seinen Umsatz konnte Facebook jedoch um etwa ein Drittel steigern und auch mehr Nutzer gewinnen. Die Erlöse kletterten im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar. Die Zahl der aktiven Nutzer sei auf 955 Millionen gestiegen. Ende März lag die Zahl bei 901 Millionen. Die seit dem Börsengang im Mai stark unter Druck stehende Aktie fiel nachbörslich um zehn Prozent auf ein Allzeittief von 24 Dollar.
Gründer Mark Zuckerberg hatte Facebook im Mai an die Börse gebracht. Der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens wurde von einem großem Hype begleitet. Der Ausgabekurs der Aktie lag bei 38 Dollar, das Unternehmen wurde mit 104 Milliarden Dollar bewertet - so wertvoll wie nie zuvor ein US-Konzern bei seiner Börsenpremiere.
Doch die Ernüchterung folgte schnell. Peinliche Pannen beim Börsengang bescherten Facebook einen gravierenden Ansehensverlust. Die Aktie verlor deutlich an Wert, seit Mai rund 25 Prozent. Viele Anleger zweifeln mittlerweile, ob das Unternehmen die Erwartungen erfüllen kann, die Zuckerberg geschürt hat.
Das Anzeigengeschäft leidet unter dem boomenden mobilen Internet. Mittlerweile besucht mehr als die Hälfte der Nutzer das Netzwerk über Smartphones und Tablets. Die Werbemöglichkeiten sind dort aber bislang stark eingeschränkt. Entsprechend leidet die zentrale Einnahmequelle des Unternehmens.
Abhilfe könnte ein eigenes Facebook-Smartphone leisten. Dieses bereitet das Unternehmen zusammen mit dem Hersteller HTC vor, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Markteinführung soll dem Bericht zufolge Mitte 2013 sein.