Fünf in Nepal vermisste russische Bergsteiger sind tot
Baku, 8. Oktober, AZERTAC
Fünf russische Bergsteiger, die seit dem Wochenende auf dem nepalesischen Dhaulagiri vermisst wurden, sind tot. Ihre Leichen seien auf dem siebthöchsten Berg der Welt gefunden worden, teilte ihr Wanderunternehmen mit.
Seit Sonntagnacht, als die Bergsteiger eine Höhe von 7700 Metern erreichten, habe es keinen Kontakt mehr zu ihnen gegeben. Sie wollten den 8167 Meter hohen Gipfel offenbar ohne Sherpa-Führer besteigen. Nur zwei der Kletterer sollen es tatsächlich zum Gipfel geschafft haben. Die übrigen seien zurückgekehrt, ohne ihn zu erreichen. Der Funkkontakt zwischen ihnen und den Teammitgliedern im Basislager war abgebrochen, so der Tourveranstalter.
Noch keine Entscheidung über Bergung der Leichen - Ein Such- und Rettungshubschrauber fand nun offenbar die Leichen aller fünf Vermissten in einer Höhe von rund 7600 Metern. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. „Sie könnten am selben Seil festgebunden gewesen sein“, sagte Pemba Jangbu Sherpa, leitender Mitarbeiter des Unternehmens, das das russische Team logistisch unterstützt. „Einer von ihnen könnte am Hang ausgerutscht und alle fünf gleichzeitig gestürzt sein.“
Ein weiteres Mitglied des Teams, das erschöpft war und nicht mehr gehen konnte, wurde Berichten zufolge in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Kathmandu behandelt. Der Dhaulagiri liegt im Westen Nepals. Über die Bergung der Leichen vom Berg wurde noch keine Entscheidung getroffen. Dies würde umfangreiche Planung, Personal und Ausrüstung erfordern.
Die Herbstsaison für Kletterer, die nicht so beliebt ist wie die Frühjahressaison, hat vergangenen Monat begonnen. Die Berge sind in den späten Monaten weniger überlaufen und die Genehmigungsgebühren sind niedriger. Bergsteigen ist ein wichtiger Tourismuszweig im Himalaja. Acht der 14 höchsten Berge der Welt befinden sich in Nepal, der Bergsport bietet im Land wichtige Arbeitsplätze und Einkommen.