Goldrekord: Gold kostet erstmals mehr als 5000 US-Dollar
Baku, 26. Januar, AZERTAC
Spekulationen um eine Intervention am Devisenmarkt haben am Montag einen breiten Ausverkauf von Aktien an der Tokioter Börse ausgelöst. Während andere asiatische Märkte uneinheitlich tendieren, sacken die japanischen Indizes wegen eines drastischen Anstiegs der Landeswährung Yen ab. An den anderen asiatischen Leitbörsen bewegen sich die Kurse kaum.
Der japanische Nikkei-225-Index, der die 225 größten japanischen Unternehmen enthält, verliert 1,8 Prozent auf 52.861 Punkte. Der breiter gewichtete Topix sank um 2,1 Prozent auf 3552 Punkte.
Die Börse in Shanghai liegt unverändert bei 4132 Punkten. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen liegt leicht höher.
Der südkoreanische Leitindex Kospi, der Hongkonger Hangseng-Index und der singapurische Straits-Times-Index notieren zu Handelsbeginn nahe ihrer Vortagswerte.
Auslöser der Turbulenzen in Japan sind verbale Interventionen in den USA und in Japan seit Freitag. Die New Yorker Dependance der US-Notenbank Fed hatte sich am Freitag bei Banken über die aktuellen Wechselkurse erkundigt. Diese Zinsüberprüfung löste Spekulationen über eine koordinierte Intervention der USA und Japans am Devisenmarkt aus.
Der Dollar verlor daraufhin von 159 Yen auf 155 Yen. Am Sonntag äußerte dann Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in einem Fernsehinterview die Warnung, dass die Regierung „notwendige Schritte gegen spekulative oder sehr abnormale Marktbewegungen unternehmen“ werde. Am Montag notierte der Dollar zwischenzeitlich bei 154 Yen. Auch der Euro-Kurs sank seit Freitag von fast 187 Yen auf 183 Yen.
Mit der steigenden Nachfrage erreichte der Preis für Gold am Sonntag erstmals die Marke von 5000 Dollar. Die Feinunze Gold (31,103 Gramm) wurde für 5026 Dollar (4237 Euro) gehandelt, während der Preis für eine Feinunze Silber bereits am Freitag auf über 102 Dollar angestiegen war.