Größter Goldschatz wird endlich ausgestellt
Baku, den 1.Dezember (AZERTAG). Einer der größten Schätze, die je aus einem Schiffswrack geborgen wurden, wird nun in Spanien ausgestellt. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hatten die USA die 200 Jahre alten Münzen und Barren im Wert von etwa 380 Millionen Euro an Spanien zurückgeben müssen.
Mehr als 200 Jahre hat es gedauert, jetzt ist es bald so weit: Der kostbare Münzfund aus dem Wrack der „Nuestra Señora de las Mercedes“ wird noch in diesem Jahr in einem Museum ausgestellt. Das Schiff war 1804 vor der Küste Portugals gesunken und hatte einen riesigen Schatz mit sich in die Tiefe gerissen.
Wie das Kulturministerium in Madrid am Freitag mitteilte, sollen die knapp 600.000 alten Gold- und Silbermünzen im Museum für Unterwasserarchäologie in der südspanischen Küstenstadt Cartagena zu sehen sein. In der zweiten Jahreshälfte 2013 soll ein Teil des Schatzes bei Wanderausstellungen in anderen spanischen Städten gezeigt werden.
Die Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts in Lateinamerika geprägten Gold- und Silbermünzen haben einen geschätzten Wert von mehr als 350 Millionen Euro. Zwei Transportflugzeuge der spanischen Luftwaffe hatten die 14,5 Tonnen schwere Ladung im Februar aus den USA nach Madrid gebracht.
Die Münzen sind Teil des nationalen Erbes-Die Münzen stammen aus dem Wrack der spanischen Galeone „Nuestra Señora de las Mercedes“, die 1804 auf dem Rückweg von Südamerika vor der Küste Portugals in der Nähe von Gibraltar von britischen Kriegsschiffen versenkt wurde. Das Schiff soll zu dem Zeitpunkt 200 Menschen an Bord gehabt haben.
Das US-Unternehmen Odyssey Marine Exploration hatte das Silber 2007 geborgen und nach Florida gebracht. Nach einem fast fünfjährigen Rechtsstreit entschied ein US-Berufungsgericht im Januar 2012, dass die Firma den Fund an Spanien zurückgeben muss. Der Schatz besteht aus mehr als 594.000 Münzen und anderen Artefakten. Das spanische Kulturministerium betrachtet die Münzen als Teil des nationalen Erbes und hat ausgeschlossen, dass sie zur Begleichung von Staatsschulden verkauft werden könnten.