Internationale Konferenz zu Überseegebieten in den UN
New York, 25. September, AZERTAC
Die Baku-Initiativgruppe (BIG) veranstaltete in New York im Rahmen der 80. Sitzung der UN Generalversammlung eine internationale Konferenz mit dem Titel „Überseegebiete nach dem Bougival-Abkommen: Rekolonisierung oder Dekolonisierung?“.
Teilnehmer waren Anführer von Unabhängigkeitsbewegungen aus französischen Überseegebieten wie Neukaledonien, Guadeloupe, Martinique, Réunion, Französisch-Polynesien und Französisch-Guayana. Auch Vertreter aus niederländischen Gebieten wie Bonaire, Aruba und Sint Maarten waren dabei.
Außerdem nahmen internationale Experten für Dekolonisation und Mitglieder der in Baku gegründeten Internationale Entkolonialisierungsfront teil.
Die Veranstaltung untersuchte das Bougival-Abkommen, das von Frankreich als Garantie für „Stabilität und eine gemeinsame Zukunft“ beworben wird, und verglich es mit den Matignon- und Nouméa-Abkommen, die Neukaledonien die Unabhängigkeit verleihen sollten. Vertreter aus Kanaky erklärten dem internationalen Publikum, warum sie das Bougival-Abkommen ablehnten.
Die Diskussionen konzentrierten sich zudem auf die Zukunft Neukaledoniens und anderer Überseegebiete, das Versäumnis Frankreichs, seinen Verpflichtungen vor den Vereinten Nationen nachzukommen, den Weg zu einer echten Entkolonialisierung und gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung dieses Prozesses.
Am Ende der Konferenz soll eine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden, gefolgt von einem friedlichen Protest der Vertreter der Gebiete vor dem UN Gebäude.