Japanischer Traditionskonzern Sony fasst auch unter neuer Führung nicht Tritt
Baku, den 2. August (AZERTAG). Der Elektronikriese Sony findet auch unter seinem neuen Chef keinen Weg aus der Krise. Der Gewinn bricht um mehr als drei Viertel ein. Rivale Sharp reagiert mit Jobabbau auf das schlechte TV-Geschäft.
Der japanische Traditionskonzern Sony fasst auch unter neuer Führung nicht Tritt. Der Walkman-Erfinder erlitt im ersten Geschäftsquartal einen überraschend starken Gewinneinbruch um 77 Prozent und sah sich veranlasst, seine Jahresziele zu kürzen. Grund für die anhaltende Misere ist neben der Yen-Stärke und der weltweit lahmenden Konjunktur weiterhin das Sorgenkind Fernsehgeschäft.
Die sinkende Nachfrage nach Fernsehgeräten sorgt auch beim heimischen Rivalen Sharp für drastische Schritte: Der Konzern streicht 5000 Stellen, nachdem er für das Quartal einen operativen Verlust ausweisen musste.
Auch für das Gesamtjahr rechnet Sharp nun mit einem Fehlbetrag. Beim deutschen Partner Loewe, an dem Sharp knapp 30 Prozent hält, standen ebenfalls Verluste in der Bilanz. Der oberfränkische TV-Hersteller konnte diese aber dank einer neuen Modellreihe zur Fußball-EM verringern.
Sony, Produzent von Vaio-Laptops und Bravia-Fernsehgeräten, navigiert damit bislang ohne wirksames Rezept durch die Krise. Zwar hatte der neue Konzernchef Kazuo Hirai kurz nach Amtsantritt im April versprochen, den Konzern umzubauen, doch bislang ist die Performance für Investoren wenig überzeugend.
Der Sony-Aktienkurs sank seit April um mehr als zwei Fünftel. Vor Veröffentlichung der Zahlen hatten die Titel in Tokio gut zwei Prozent fester geschlossen. Hirais Plan umfasst unter anderem den Abbau von 10.000 Jobs sowie den Einstieg in die Medizintechnik.
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