Kanada: Autofahrer in Vancouver fährt in Menschenmenge
Baku, 27. April, AZERTAC
In der kanadischen Großstadt Vancouver ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat dabei mehrere Personen getötet. Laut Polizei hat es auch Verletzte gegeben. Die Ermittler gehen derzeit nicht von einer Terrortat aus.
Das schrieb die Polizei von Vancouver auf der Plattform X. Konkrete Opferzahlen nannte die Polizei bisher nicht. Es seien noch nicht alle Familien informiert worden. Für die Öffentlichkeit bestehe keine weitere Gefahr, hieß es weiter. Der Fahrer befinde sich in Gewahrsam. Es handele sich um einen 30-Jährigen aus Vancouver. Der Verdächtige sei der Polizei bekannt gewesen, sagte ein Polizeivertreter bei einer Pressekonferenz. Er sei noch am Tatort festgenommen worden. Zu dem möglichen Hintergrund gibt es bisher keine Informationen.
Der Mann soll versucht haben, zu Fuß zu fliehen, schreibt die Deutsche Presse-Agentur. Er sei aber von mehreren Personen am Tatort in Vancouver festgehalten worden. Augenzeugen berichteten von einem fröhlichen Straßenfest mit Tausenden Besuchern, bis ein Geländewagen durch die Menge gefahren sei und mehr als ein Dutzend Menschen angefahren habe.
Der Vorfall ereignete sich beim sogenannten Lapu-Lapu-Festival in Vancouver, das als großes philippinisches Fest gilt und jährlich stattfindet. Die Feierlichkeiten ehren laut Nachrichtenagenturen einen philippinischen Nationalhelden, der im 16. Jahrhundert den Kampf gegen die spanische Kolonialmacht anführte. Seit 2023 ist der 27. April in der kanadischen Provinz British Columbia offiziell der Lapu-Lapu-Tag.
In der Stadt an der Westküste Kanadas leben rund 700.000 Menschen. Der Bürgermeister von Vancouver, Sim, sagte Medienberichten zufolge, er sei schockiert und traurig über den schrecklichen Vorfall. Auch der Premier der Provinz British Columbia, Eby, zeigte sich schockiert. Kanadas Regierungschef Carney teilte mit, er sei erschüttert. Morgen wird in Kanada das Parlament neu gewählt.