Mehr als 30.000 Menschen müssen wegen Waldbränden ihre Häuser verlassen
Baku, 5. Juni, AZERTAC
Die großen Waldbrände in Kanada machen immer mehr Evakuierungen notwendig. Zehntausende Menschen wurden bis Mittwoch von den Behörden angewiesen, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Zu den genauen Zahlen gibt es abweichende Angaben. Die Nachrichtenagentur AFP schreibt von mindestens 31.000 Menschen, der Sender CBS von mindestens 33.400 Menschen.
Im ganzen Land kämpft die Feuerwehr inzwischen gegen mehr als 200 Brände, die insgesamt schon mehr als 2,2 Millionen Hektar Land vernichtet haben. Mehr als die Hälfte der Feuer konnte bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden.
„Die vergangenen Stunden waren chaotisch“ - Am stärksten betroffen sind die Provinzen Saskatchewan und Manitoba im Zentrum des Landes, wo schon seit Tagen der Ausnahmezustand herrscht. Viele Menschen hätten „große Angst“, sagte Tareq Hosen Alin, der in La Ronge in Saskatchewan ein Hotel betreibt, der Nachrichtenagentur AFP. Die Kleinstadt wurde bereits evakuiert, doch der Hotelbesitzer ist geblieben, um Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte unterzubringen.
„Wir haben es mit einem Monster zu tun. Die vergangenen Stunden waren chaotisch“, teilte die Feuerwehr von La Ronge mit. In der Umgebung der Stadt lodern mehrere aktive Brände. Einer dieser Brände hat bereits mehr als 470.000 Hektar Land vernichtet und ist noch immer außer Kontrolle.
Die Brände haben nach Angaben der Behörden bereits zu einer Verschlechterung der Luftqualität in Zentralkanada sowie im Norden der USA geführt.
Oft sind Brände auf Unachtsamkeit zurückzuführen, etwa durch schlecht gelöschte Lagerfeuer. Die Klimakrise, die in Kanada zunehmend zu Hitze und Trockenheit führt, macht verheerende Waldbrände Experten zufolge jedoch wahrscheinlicher. Im Jahr 2023 hatte Kanada seine bisher schlimmste Waldbrandsaison. Mehr als 15 Millionen Hektar Land verbrannten, acht Feuerwehrleute kamen ums Leben, 230.000 Menschen mussten evakuiert werden.