New York will XXL-Süßgetränke verbieten
Baku, den 31. Mai (AZERTAG). Das Rauchen in Parks hat New Yorks Bürgermeister bereits verboten, nun geht es der Süßgetränke-Industrie an den Kragen. Weil immer mehr Bürger unter Fettleibigkeit leiden, will Michael Bloomberg Süßgetränke in großen Gefäßen kurzerhand aus der Stadt verbannen.
New Yorks Bürgermeister ist offenbar kein großer Freund von Süßgetränken: Er trinke ab und zu „an einem heißen Sommertag“ mal einen Diät-Drink, sagte Michael Bloomberg am Mittwoch (US-Zeit) auf einer Pressekonferenz. Das war's dann aber auch.
Nicht so die New Yorker. Ebenso wie im restlichen Land trinken sie viel und oft Getränke wie Sprite, Coca-Cola oder Dr. Pepper. Die Süßgetränke-Sucht gilt manchen Gesundheitsexperten als einer der Hauptgründe dafür, dass immer mehr Amerikaner unter starker Fettleibigkeit leiden. 36 Prozent der Bevölkerung leidet derzeit unter Adipositas. In New York ist es sogar jeder zweite.
Bloomberg hat sich den Kampf gegen die Fettleibigkeit schon länger groß auf die Fahnen geschrieben, so wie gesundheitspolitische Themen im allgemeinen. Doch das, was er am Mittwoch verkündete, dürfte wütende Reaktionen hervorrufen. Um die Zuckerwasser-Exzesse zu drosseln, will er XXL-Versionen von Süßgetränken kurzerhand aus der Stadt verbannen. Ein entsprechendes Gesetz könnte laut „New York Times“ kommenden März in Kraft treten.
Ganz verbieten kann der Bürgermeister den Süßgetränke-Konsum nicht. Aber er will den New Yorkern zumindest den Verzehr großer Mengen erschweren, indem er XXL-Becher in Kinos und Restaurants und King-Size-Flaschen in Läden und Delis verbietet.
Betroffen sind demnach Getränke mit mehr als 16 Unzen, einer in Amerika üblichen Mengenangabe, die knapp einem halben Liter entspricht. In größeren Dosen sollen künftig nur noch Diät-Drinks verabreicht werden. Selbst gesüßter Kaffee fällt nach aktuellem Plan unter den Halb-Liter-Bann.