Öffentliche Diskussion über „Realitäten über Westaserbaidschan“ in Deutschland abgehalten
Berlin, 26. Oktober, AZERTAC
Auf Initiative der Weltorganisation der aserbaidschanischen Jugend fand im deutschen Köln eine öffentliche Diskussion mit dem Titel „Realitäten über Westaserbaidschan“ statt.
Ziel der Veranstaltung war es, das öffentliche Bewusstsein für das Rückkehrrecht nach Westaserbaidschan, Fragen der öffentlichen Diplomatie und internationaler Rechtsmechanismen zu stärken sowie die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Fachleuten, die in diesem Bereich tätig sind, zu vertiefen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Westaserbaidschaner, der Allianz der Aserbaidschaner in Deutschland und der Agentur für staatliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen der Republik Aserbaidschan organisiert.
Der Vorsitzende der Weltorganisation der aserbaidschanischen Jugend, Ramin Habibzade, sprach über die Geschichte, demografischen Realitäten und das kulturelle Erbe Westaserbaidschans. Er betonte die Notwendigkeit der Vernetzung junger Menschen, der Ausweitung von Bildungsinitiativen sowie der systematischen Organisation des Wissens- und Ressourcenaustauschs.
Amir Ali Sardar Iravani, ein Nachkomme von Huseynali Khan, dem Khan von Iravan, sprach über die Geschichte des Khanats von Iravan und seine Familiengenealogie unter Bezugnahme auf Archivquellen, Memoiren und mündliche Überlieferungen. Er sprach über die vielschichtige historische und kulturelle Identität der Stadt Iravan, demografische Veränderungen und die Rolle der aserbaidschanisch-türkischen Gemeinschaft bei der Entstehung der Region ein. Unter Hinweis auf Moscheen, Karawansereien, Friedhöfe und andere historische Denkmäler, die einst in Iravan existierten, betonte Iravani die Bedeutung der internationalen Bewusstseinsarbeit für den Schutz des kulturellen Erbes. Er hob hervor, dass dieses Erbe in der Diaspora als Träger von Identität und Erinnerung fungiert, und unterstrich die aktive Rolle der Jugend in der öffentlichen Diplomatie auf der Grundlage historischen Wissens.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Allianz der Aserbaidschaner in Deutschland, Altay Rustamli, sprach über einen strategischen Ansatz zur Rückkehrfrage, über praktische Schritte zur Stärkung der öffentlichen Diplomatie in Europa, über Koordination und nachhaltige Organisation jugendlicher Interessenvertretung sowie über das Recht der Binnenvertriebenen auf sichere und würdevolle Rückkehr.
Der Vorsitzende des Europa-Aserbaidschan-Zentrums und Vorstandsmitglied der Allianz der Aserbaidschaner in Deutschland, Zaur Aliyev, beleuchtete das Thema aus völkerrechtlicher Sicht. Er sprach über das Recht der Binnenvertriebenen auf eine sichere und würdevolle Rückkehr und betonte, dass das Europa-Aserbaidschan-Zentrum weiterhin aktiv die Rechtsberatung im Rahmen des internationalen Rechts zur Rückkehr nach Westaserbaidschan unterstützen, die Veröffentlichung von Erklärungen und rechtlichen Stellungnahmen fördern und die juristische Aufklärung der Öffentlichkeit fortsetzen werde.
Elvin Movsum
AZERTAC-Sonderkorrespondent