Pakistan: Mehr als 30 Tote bei Zugunglück
Baku, 7. Juni, AZERTAC
Bei einem schweren Zugunglück im Süden des Bruderlandes Pakistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 64 weitere seien verletzt worden, berichtete AZERTAC unter Berufung auf den Sender Geo TV.
Wie der Eisenbahnminister Azam Swati in der Hauptstadt Islamabad mitteilte, entgleiste am frühen Morgen (Ortszeit) in der Provinz Sindh ein Zug, der aus der Hafenstadt Karachi kam. Ein zweiter Zug kollidierte kurz darauf frontal mit diesem.
Einem Sprecher der Eisenbahn zufolge brachten die Rettungsteams die Verletzten zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Es wurde befürchtet, dass die Todeszahl weiter steigt. Mehrere Passagiere befänden sich in kritischem Zustand, sagte der Sprecher. Beide Gleise seien nach dem Unfall gesperrt worden. Leichen und Verletzte werden noch aus den Trümmern geborgen. Dem Eisenbahnsprecher zufolge waren noch rund 25 Passagiere in Wrackteilen eingeschlossen. Es würden schwere Geräte eingesetzt, um sie zu befreien.
Lokale Medien berichteten, es habe einige Stunden gedauert, bis Rettungskräfte die Unglücksstelle erreichten. Die pakistanische Armee entsandte Truppen, zwei Hubschrauber, Ärzte und Sanitäter, um die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, wie das Militär mitteilte.
Der pakistanische Premierminister Imran Khan sagte, er sei schockiert über den Unfall. Er habe Untersuchungen zur Sicherheit der Eisenbahnen angeordnet. Dem Informationsminister Fawad Hussain zufolge sind Untersuchungen im Gange, um herauszufinden, ob es sich bei der Unfallursache um einen terroristischen Akt oder um menschliches oder technisches Versagen handelte.