Ratingagentur stuft JP Morgan herab
Baku, den 12. Mai (AZERTAG). Die größte US-Bank gerät von allen Seiten unter Druck. Der zuletzt bekannt gewordene Milliardenverlust kostet das Geldhaus JP Morgan Chase sein bisheriges Rating, die Agentur Fitch stuft das Institut um eine Stufe herab - und bemängelt dessen Risikoappetit.
Der Image-Schade ist immens. Die größte US-Bank hat Milliarden verzockt und verliert jetzt auch ihren guten Ruf. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Wall-Street-Instituts JP Morgan Chase (JPM) um eine Stufe herab und drohte mit weiteren Schritten. Die Einstufung liegt nun bei „A+“ und „F1“. Zudem wurden alle Ratings auf „Watch negative“ gesetzt.
Angesichts des Verlustes von zwei Milliarden US-Dollar bei riskanten Finanzgeschäften, den die Bank am Donnerstag einräumen musste, stellten sich Fragen nach dem Risikoappetit und der Risikokontrolle der Bank sowie ihrem Management, hieß es in einer Stellungnahme von Fitch. Der Umfang der Verluste sei aber „beherrschbar.“
Börsenaufsicht SEC will JP Morgan durchleuchten - Zuvor hatte bereits ein Bericht der Tageszeitung „New York Times“ für Unruhe gesorgt, demzufolge sich die amerikanische Börsenaufsicht SEC des Falls annehmen werde. Das Blatt meldete unter Berufung auf eingeweihte Personen, dass in den vergangenen Tagen bereits förmliche Ermittlungen eingeleitet worden seien. Demnach interessiert die Aufseher, ob die Bank ihre Investoren rechtzeitig über den drohenden Milliardenverlust informiert hat.
Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hingegen schaut sich die Aufsicht den Fall nur routinemäßig an. Unklar ist, wie weit die etwaige Untersuchungen der SEC gediehen sind.
Die SEC selbst kommentierte die Berichte nicht. Auch will sich die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) näher über den Fall informieren, wie die Nachrichtenagentur AZERTAG unter Berufung auf Insider berichtet.