Schweiz richtet Fußball-EM der Frauen 2025 aus
Baku, 6. April, AZERTAC
Die Europameisterschaft der Fußballerinnen findet 2025 in der Schweiz statt. Der erstmalige Ausrichter setzte sich in der Entscheidung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union Uefa gegen das favorisierte nordische Quartett Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden sowie die weiteren Einzelbewerber Frankreich und Polen durch. Das Ergebnis verkündete Uefa-Präsident Aleksander Čeferin nach einer Sitzung in Lissabon.
Bei der EM 2022 in England, die wegen der Coronapandemie um ein Jahr verschoben worden war, hatte das deutsche Team im Finale von Wembley gegen die Gastgeberinnen verloren. In zwei Jahren werden erneut 16 Teams teilnehmen, es stehen 31 Partien in drei Wochen an.
“Dies ist ein historischer Tag für die Schweiz, den SFV und den Frauenfußball“, sagte Domenique Blanc, der Präsident des Schweizer Fußballverbandes (SFV). “Dieser wichtige Schritt wird die Entwicklung des Frauenfußballs auf allen Ebenen prägen.“ Ausgetragen werden die Spiele in Basel, Bern, Genf, Zürich, Sankt Gallen, Sion, Luzern und Thun, teilte der Verband mit.
Es ist nicht das erste große Turnier in der Schweiz - Der Deutsche Fußball-Bund bewirbt sich gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien um die WM 2027. In diesem Jahr findet die Weltmeisterschaft vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland statt.
Die Schweiz hatte bislang 2008 gemeinsam mit Österreich die EM der Männer ausgerichtet und war 1954 Gastgeber der Männer-Weltmeisterschaft. Die vier nordischen Länder waren jeweils in der Vergangenheit EM-Gastgeber: Norwegen 1987, Dänemark 1991, Norwegen und Schweden gemeinsam 1997, Finnland 2009 und Schweden 2013, als das deutsche Team bislang letztmals den Titel holte.
Ende des vergangenen Jahres hatte die Uefa die Vergabe um zwei Monate verschoben. Dabei verlangte der Kontinentalverband detailliertere Budgetvorschläge der Bewerber, um sich ein abschließendes Bild aller Kandidaturen machen zu können.