Stimmung in Chinas Industrie fällt auf Tiefstand
Baku, den 1. August (AZERTAG). Die globale Konjunkturschwäche greift zunehmend auf China über: Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel auf ein Acht-Monats-Tief. In der Euro-Zone steht der entsprechende Index sogar auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2009.
Wird China von der Wirtschaftsschwäche in Europa und den USA mitgerissen? Das ist die große Sorge, die Experten umtreibt und die nun verstärkt wird. So ist die Stimmung in der chinesischen Industrie im Juli auf den tiefsten Stand seit acht Monaten gefallen. Das gab das Nationale Statistikamt am Mittwoch in Peking bekannt.
Der Index weist auf eine weitere Abkühlung der Konjunktur hin. Der Einkaufsmanagerindex sei von 50,2 Punkten im Vormonat auf nun 50,1 Zähler gesunken. Der Indikator signalisiert damit noch eine ganz leichte Expansion der chinesischen Wirtschaft. Indexstände von mehr als 50 Punkten deuten auf eine wirtschaftliche Belebung hin, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.
Nach Angaben eines chinesischen Offiziellen von Dienstag waren allein die Gewinne der Stahlindustrie im ersten Halbjahr um 96 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen, wie die „Financial Times“ schreibt. Demnach wird diese Sparte derzeit als eines der größten Probleme angesehen.
Auch an der japanischen Börse wird die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft - noch globaler Wachstumsmotor - mit Sorge beobachtet. Die Börse in Tokio schloss am Mittwoch mit Verlusten. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 8641 Zählern aus dem Handel. Zwischendurch hatte er noch deutlicher im Minus gelegen. Der breit gefasste Topix gab unterm Strich 0,9 Prozent auf 729 Zähler nach.