UNESCO richtet Welttag der Bildung aus
Baku, 25. Oktober, AZERTAC
Am 24. Januar richtet die UNESCO den Welttag der Bildung aus. Die Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen erinnert an diesem Tag an das gemeinsame Bildungsziel der Weltgemeinschaft.
Gemeinsames Bildungsziel der Weltgemeinschaft - Bis zum Jahr 2030 sollen alle Menschen die Chance auf lebenslanges Lernen und eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung haben. Darauf haben sich alle UN-Mitgliedstaaten in der globalen Bildungsagenda 2030 geeinigt.
Die Umsetzung dieses Vorhabens koordiniert die UNESCO. Sie wertet die Fortschritte aus und veröffentlicht diese jährlich in ihrem Weltbildungsbericht.
Hohe Qualität der Erwachsenenbildung in Deutschland – Wie AZERTAC unter Berufung auf deutschen Volkshochschulen berichtete, loben im aktuellen Weltbildungsbericht mit dem Schwerpunkt Flucht und Migration die Autorinnen die zahlreichen und hochwertigen Maßnahmen der Erwachsenbildung in Deutschland. Sie heben besonders die gute Sprachförderung von Flüchtlingen und Migrantinnen hervor und bewerteten die Anerkennung der beruflichen Qualifikationen dieser Mitbürgerinnen positiv.
Gemeinsames Lernen und mehr qualifiziertes Bildungspersonal gefordert - Allerdings gibt es auch Verbesserungspotential im deutschen Bildungssystem. Die UNESCO weist darauf hin, dass Chancengleichheit in der Bildung nur durch gemeinsames Lernen zu erreichen ist. Um dies zu ermöglichen, sind zahlreiche qualifizierte pädagogische Fachkräfte nötig, die zurzeit jedoch fehlen.
Wichtige Rolle der Volkshochschulen - Die rund 900 Volkshochschulen in Deutschland nehmen eine bedeutende Stellung in der Erwachsenenbildung und in der Weiterbildung von Multiplikatorinnen ein. Mit ihren Alphabetisierungs-, Sprach- und Grundbildungsangeboten leisten die Bildungsträger bereits seit Jahren wertvolle Bildungsarbeit für Migrantinnen und Flüchtlinge.
Die UNESCO arbeitet an alternativen Lösungen - Eine UNESCO-Kampagne erreichte über 20 Millionen Afghan*innen, um das öffentliche Bewusstsein für das Recht auf Bildung für Jugendliche und Erwachsene, insbesondere für heranwachsende Mädchen und Frauen, zu stärken. Die UNESCO arbeitete auch mit NGOs vor Ort zusammen und stellte Inhalte und Mittel für eine gemeindebasierte Alphabetisierungskampagne zur Verfügung, die 25.000 Jugendliche und Erwachsene in ländlichen Gebieten erreichte, darunter vor allem Mädchen über 15 Jahren und Frauen. Auch über mediale Kanäle, insbesondere Radiosender, unterstützt die UNESCO afghanische Sender bei der Produktion von konfliktsensiblen, humanitären, gesundheits- und bildungsbezogenen Inhalten von öffentlichem Interesse, mit dem Ziel, mindestens sechs Millionen Afghan*innen zu erreichen, wobei der Schwerpunkt auf Frauen und Mädchen liegt.
Jeder Tag ohne Bildung behindert die bereits erzielten Fortschritte - Die Entscheidungen der Behörden in Afghanistan drohen die Entwicklungserfolge, die das Land in den letzten 20 Jahren erzielt hat, zunichte zu machen. Von 2001 bis 2021 hat sich in Afghanistan die Zahl der Schülerinnen auf allen Bildungsebenen mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der UNESCO, von rund einer Million auf rund zehn Millionen verzehnfacht.
In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Mädchen in der Grundschule von fast null auf 2,5 Millionen. Auch die Beteiligung von Frauen an der afghanischen Hochschulbildung hat sich fast verzwanzigfacht, von 5.000 Studentinnen auf über 100.000. Die Alphabetisierungsrate für Frauen hat sich fast verdoppelt: von 17 % der Frauen, die 2001 lesen und schreiben konnten, auf fast 30 % für alle Altersgruppen zusammen.