US-Firmen ziehen europäischer Konkurrenz davon
Baku, den 31. Mai (AZERTAG). Europa und die USA driften auseinander. Laut einer Studie waren die Unternehmen aus Übersee zuletzt deutlich profitabler als die europäische Konkurrenz. Während die Amerikaner im vergangenen Jahr ihren Gewinn um zwei Prozent steigern konnten, sank er bei den europäischen Firmen um acht Prozent.
US-Firmen waren zuletzt deutlich profitabler als ihre europäische Konkurrenz. Das geht aus einer Untersuchung der 300 umsatzstärksten Firmen in Europa und den USA hervor, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young am Freitag veröffentlicht hat.
Während der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr in Europa um acht Prozent sank, konnten die Firmen jenseits des Atlantiks zwei Prozent zulegen. Auch eine Studie der Schweizer Wirtschaftshochschule IMD hatte jüngst die Vormachtstellung der USA in der Weltwirtschaft aufgezeigt.
Die europäischen Firmen steigerten den Gesamtumsatz mit sechs Prozent auf 7,5 Billionen Euro etwas stärker als die US-Konkurrenz. Deren Plus lag bei fünf Prozent auf 7,2 Billionen Euro. Die US-Unternehmen schafften es jedoch, mit einer sogenannten Ebit-Marge von 11,6 Prozent im Verhältnis mehr Gewinn herauszuholen. Europas Gewinnmarge sank 2012 von 11,4 auf 9,9 Prozent.
Im Ranking der umsatzstärksten europäischen Firmen rückte Volkswagen vor. Der Autohersteller verdrängte den französischen Ölkonzern Total vom dritten auf den vierten Platz. Die Rangliste führten wie schon im Jahr 2011 die Ölkonzerne Royal Dutch Shell und BP an.
In den USA hält die Einzelhandelskette Wal-Mart den Umsatzrekord, gefolgt von den Ölkonzernen Exxon Mobil und Chevron. Apple arbeitete sich von Platz neun auf Platz fünf vor.