Vorübergehende Tsunamiwarnung in Chile und Argentinien nach starkem Erdbeben
Baku, 3. Mai, AZERTAC
Nach einem Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Südspitze Südamerikas haben Chile und Argentinien zeitweise eine Tsunamiwarnung ausgegeben und Evakuierungen in den betroffenen Küstengebieten angeordnet. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben um 9.58 Uhr Ortszeit (14.58 Uhr MESZ) vor der Südküste Argentiniens und Chiles, etwa 219 Kilometer entfernt von Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens in Feuerland. Laut USGS war das Beben leicht oder mäßig in der Region Magellan und der chilenischen Antarktis zu spüren.
Am Mittag (Ortszeit) hoben die Behörden die Tsunamiwarnung wieder auf. Die chilenischen Behörden stellten auch die Evakuierungsmaßnahmen wieder ein. „Mit anderen Worten. Alle gehen wieder ihren Aktivitäten nach“, erklärte der Regionaldirektor des Katastrophenschutzes in Magallanes, Juan Carlos Andrade.
Im Nachbarland Argentinien hatten die Behörden in der Region Feuerland im Süden des Landes die etwa hundert Einwohner des Dorfs Puerto Almanza aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, hohe und sichere Orte aufzusuchen und „jede Art von Wasseraktivität und Schifffahrt“ vorerst auszusetzen. Aber gegen Mittag (Ortszeit) konnten die Tsunami- und Evakuierungswarnungen auch hier wieder aufgehoben werden.
Der Regierungsvertreter für Magellans, José Antonio Ruiz, sagte, dass die ersten Wellen, die Antarktis-Stationen erreicht hätten, nicht so hoch gewesen seien wie befürchtet. Wie der TV-Sender 24 Horas berichtete, waren die Wellen nur zwischen 20 und 30 Zentimeter höher als vor dem Beben. Der Aufruf zur Evakuierung wurde daraufhin eingestellt. „Sie können in ihre Häuser und an ihre Arbeitsplätze zurückkehren“, sagte Ruiz.
Chile gehört weltweit zu einem der Ländern mit den meisten Erdbeben, weil dort drei tektonische Platten aufeinander treffen. 2010 hatte ein Erdbeben der Stärke 8,8 das Land erschüttert. Bei einem anschließenden Tsunami starben 520 Menschen.