Weltbank prophezeit schwächelnde Weltwirtschaft
Baku, den 13. Juni (AZERTAG). Die Rezession in Europa belastet die Weltwirtschaft. Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wachstum nach unten korrigiert. Auch in den kommenden Jahren werde sich die Lage kaum bessern.
Die Weltbank warnt vor den Folgen der Euro-Krise. Die hohe Arbeitslosigkeit in den Industrienationen, weniger Wachstum in Schwellenländern und der schwächelnde Welthandel belaste das Wachstum weltweit. Die Weltbank hat deshalb ihre Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Die Organisation geht nun davon aus, dass die Weltwirtschaft nur noch um 2,2 Prozent wächst und damit hinter dem Plus von 2,3 Prozent des vergangenen Jahres zurückbleibt. Im Januar hatte sie noch einen Zuwachs von 2,4 Prozent prognostiziert.
Hintergrund für die pessimistischere Erwartung sei zum einen die Rezession in Europa, teilte die Weltbank in ihrem Weltwirtschaftsbericht mit. Darunter litten auch der Nahe Osten und Nordafrika, wichtige Handelspartner der Euro-Zone. Zum anderen würden die großen Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien und Russland, die mit ihrem Wirtschaftsboom jahrelang die globale Konjunktur angetrieben hatten, nicht mehr so stark wachsen wie vor der Finanzkrise. Die Wachstumserwartung für diese Gruppe korrigierte die Weltbank von 5,5 auf 5,1 Prozent.
Die Weltwirtschaft dürfte zwar in der Zukunft weniger schwankungsanfällig sein, aber auch weniger stark wachsen, sagte der Autor des Berichts, Andrew Burns. Das liege weniger an einer mangelnden Nachfrage sondern vielmehr daran, dass das Wachstum in der Vorkrisenzeit stark von einer Blasenbildung befeuert worden sei. Für 2014 rechnet die Weltbank nun mit einem globalen Wachstum von drei Prozent, für 2015 mit einem Plus von 3,3 Prozent.
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