Weltbank senkt ihre Prognose für Asien
Baku, den 8.Oktober (AZERTAG). Angesichts des weltweit zurückgehenden Wirtschaftswachstums ruhen die letzten Hoffnungen auf Asien. Aber auch dort bremst das Wachstum spürbar ab. Die Börsen starten im Minus in die neue Woche.
Die Weltbank hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Asien angesichts der nachlassenden weltweiten Nachfrage gesenkt. Für dieses Jahr rechnet die Weltbank in den Schwellenländern im asiatisch-pazifischen Raum mit einem Wachstum von 7,2 Prozent, im Mai lag die Prognose noch bei 7,6 Prozent.
Auch die Vorhersage für China, die größte Volkswirtschaft der Region, senkte die Weltbank von 8,2 auf 7,7 Prozent. Dem Land drohe aber eine „noch ausgeprägtere Verlangsamung“ seines Wirtschaftswachstums.
Euro-Krise und „US-Fiskalklippe“ große Risiken-„In einem fragilen äußeren Umfeld verlangsamt sich die Wirtschaft in Ostasien und in der Pazifikregion weiter“, teilte die Weltbank in einem am Montag veröffentlichten Bericht mit. Als große Risiken auch für Asien identifizierte sie die Schuldenkrise in Europa und die US-„Fiskalklipp“ - eine Mischung aus Einschnitten bei Steuern und Ausgaben, die Ende des Jahres in Kraft treten werden und das Wachstum belasten könnte.
Peking: Tiefpunkt noch nicht erreicht-Es fiel im zweiten Quartal 2012 auf ein Drei-Jahres-Tief von 7,6 Prozent. Auch die chinesische Regierung gestand ein, dass damit möglicherweise noch nicht der Tiefpunkt erreicht sei und das Wachstum noch weiter abnehmen könnte.
Börsen starten im Minus-Die Börsen starteten angesichts der gesenkten Weltbank-Prognose und wegen der Sorge um die Verschärfung der Euro-Krise in Asien mit einem Minus in die neue Handelswoche.
Der südkoreanische Kospi-Index fiel am Montag um 0,7 Prozent auf 1.980,71 Punkte, in Hongkong gab der Hang-Seng-Index ebenfalls um 0,7 Prozent auf 20.872,04 Zähler nach. Auch die Indizes in Singapur, Taiwan und China eröffneten im Minus.
Euro schwächer-Der Euro tendierte in Fernost etwas schwächer. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete mit rund 1,3009 Dollar etwas weniger als mit 1,3033 Dollar zuletzt in New York. Am Freitag hatte der Euro mit 1,3072 Dollar das höchste Niveau seit zwei Wochen erreicht.
Für die weitere Entwicklung entscheidend dürfte nach Einschätzung von Händlern sein, ob und wann Spanien einen Antrag auf EU-Hilfen stellt. Die japanische Börse war wegen eines Feiertags geschlossen.